LENKE: Elterngeld: Teilzeitlösung würde Karriere-Aus bei Vätern und Müttern verhindern
BERLIN, den 27.09.2009 - Zum Bericht des Statistischen Bundesamtes über die Entwicklung des Elterngeldes erklärt die familien- und frauenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ina LENKE:
So lange Väter damit rechnen müssen, dass eine längere Auszeit im Beruf zugunsten der Familie das Karriere-Aus bedeutet, überrascht die ernüchternde Resonanz bei den Elterngeld-Zahlen nicht. Aufgrund der Blockade-Haltung der SPD-Fraktion hat die Koalition keine vernünftige Teilzeit-Regelung auf die Reihe gebracht. Eltern, die im ersten Lebensjahr das Kind gerne gemeinsam betreuen und beide deshalb Teilzeit arbeiten wollen, werden weiterhin vertröstet und werden mindestens bis 2010 noch finanziell benachteiligt. Bei einer gerechten Teilzeitlösung müssten beide Elternteile nicht aus dem Beruf aussteigen.
Die FDP kritisiert seit langem, dass Eltern, die von der Vollzeit in die Teilzeit gehen, nur den Anspruch auf die Hälfte des Elterngeldes haben. Im Dezember 2008 bereits haben die Liberalen in einem Antrag (16/11175) die Bundesregierung aufgefordert, dass in solchen Fällen die Elternzeit nicht bereits mit dem siebten Lebensmonat endet sondern erst mit dem 14. Monat.