LEUTHEUSSER-SCHNARRENBERGER: Zypries schließt sich endlich der Forderung der FDP zum Adoptionsrecht an
BERLIN, den 23.07.2009 . Zu den Aussagen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries zu einem gemeinsamen Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare erklärt die rechtspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Sabine LEUTHEUSSER-SCHNARRENBERGER:
Die FDP-Bundestagfraktion begrüßt, dass sich die Bundesjustizministerin endlich der Forderung der Liberalen nach einem gemeinsamen Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare anschliesst. Bereits 2004 hat die FDP einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht, der von Rot-Grün abgelehnt wurde. Obwohl es in den vergangenen Jahren immer eine parlamentarische Mehrheit für ein gemeinsames Adoptionsrecht gab, hat die Bundesjustizministerin hierzu keine Initiativen vorgelegt. Sie hat auch versäumt, den Dialog mit den Oppositionsfraktionen zu diesem Thema zu suchen.
Das gemeinsame Adoptionsrecht ist Ausdruck der Lebensrealität in unserer Gesellschaft. Die Tatsache, dass Kinder mit zwei Bezugspersonen aufwachsen, die dem gleichen Geschlecht angehören, ist in Deutschland keine Seltenheit, sondern vielmehr Ausdruck einer Lebensform, die in der Gesellschaft anerkannt und akzeptiert ist. Die FDP setzt sich daher für die Stärkung von so genannten Regenbogenfamilien ein. Wer eine Lösung sucht, die streng am Kindeswohl orientiert ist, muss dem gemeinsamen Adoptionsrecht für Lebenspartner zustimmen. Es dient ja gerade dem Wohl des Kindes, wenn zwei Bezugspersonen in gleicher Weise Verantwortung für das Kind übernehmen.
