PIEPER: Forschung ohne Praxis ist wirkungslos!
BERLIN, den17. 04. 2009 - Zur gemeinsamen Erklärung der Wissenschaftsorganisationen zur Grünen Gentechnik erklärt die forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Cornelia PIEPER:
Völlig zu Recht kritisieren die Vertreter der deutschen Wissenschaftsorganisationen die Entscheidung der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, mit sofortiger Wirkung den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland zu verbieten.
Warum Frau Aigner mit einer derart bedeutsamen Zukunftstechnologie so irrational umgeht ist mir ein Rätsel. Hat sie sich nicht jahrelang als forschungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die uneingeschränkte Forschung auf diesem Gebiet engagiert? Ist sich die Bundesregierung eigentlich darüber im Klaren, welchen Schaden sie dem Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland zufügt?
Die FDP wendet sich entschieden gegen derartige Verbote und tritt für verlässliche Rahmenbedingungen für die Forschung und wissenschaftliche Begleitung der künftigen Nutzung der Grünen Gentechnik ein. Der von Bundesforschungsministerin Annette Schavan vorgeschlagene "runde Tisch" ist ein erster Schritt.
Wissenschaft, Wirtschaft und Landwirtschaft brauchen klare Signale für die künftige Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen und deren Einsatz. Es ist ein Gebot der Stunde jetzt die Bauern, besonders auch in den neuen Bundesländern, vor wirtschaftlichen Schäden zu bewahren.
Ohne Bewährung auf dem Acker wird künftig keine Forschung mehr möglich sein. Forschung ohne Praxis ist wirkungslos!
