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Ehegattensplitting gehört in die steuerpolitische Mottenkiste!

BERLIN, den 20.06.2006 - Nach Ansicht der Liberalen Frauen muss die gesellschaftliche Leistung von Kindererziehung über eine entsprechende Steuerpolitik angemessen gewürdigt werden. Die notwendigen Mittel ließen sich nur über ein Abschmelzen des Ehegattensplittings erreichen, so Laurischk weiter. Ehegattensplitting habe ohnehin nur das wirtschaftliche Ungleichgewicht innerhalb der Ehe zementiert – unabhängig davon, ob die Ehepartner für Kinder zu sorgen hätten oder nicht. „Die Folge war, dass gerade Frauen jahrelang von eigener Erwerbstätigkeit abgehalten wurden,“ unterstreicht die Vorsitzende, die auch als Anwältin für Familienrecht tätig ist. „In der Rechtsprechung bei Scheidungsfällen wird aktuell zunehmend auf die Eigenverantwortung beider Partner – auch der Frau und Mutter – gesetzt. Steuerpolitiker, die vor diesem Hintergrund weiter am Ehegattensplitting festhalten, haben die Regeln von zeitgemäßer Familienförderung nicht verstanden.“