BERLIN, den 02.02.2007 - Der "Ladies Lunch" bildet den Auftakt zu einer Frauen-Offensive, die sowohl von der Partei als auch der Bundestagsfraktion getragen wird. Die Idee dazu stammt ursprünglich von der FDP-Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus, Mieke Senftleben, die während des Wahlkampfes gute Erfahrungen mit dieser Veranstaltungsform gemacht hat. Piepers Dank galt am Dienstag dann auch ihr, wie ebenfalls der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und dem Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundestages, Sibylle Laurischk, die zugleich die Vorsitzende der Liberalen Frauen ist.
Pieper versprach, dass "dies keine Eintagsfliege ist". Das "Ladies Lunch" solle allen Frauen - unabhängig vom Parteibuch - dazu dienen, ein Netzwerk zu knüpfen. Mit dem Forum solle auch thematischer Gesprächsstoff geliefert werden. Zugleich kündigte sie einen "Bürgerinnenpreis der FDP" an. Damit sollen Frauen geehrt werden, die sich in vielfältiger Hinsicht engagiert haben - gleichgültig ob in Beruf oder Familie, Kunst, Kultur oder in einem sozialen Ehrenamt.
Begrüßt wurden die über 100 Frauen - unter ihnen unter anderem Maria von Welser, Sarah Wiener, Hergard Rohwedder und Sabine Gräfin Nayhauss - von Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle. Er bekräftigte, dass die Initiative von nun an regelmäßig stattfinden werde. Dies sei ein "ernsthafter Versuch, ein Angebot an Frauen auch über die klassichen Grenzen hinweg" zu machen. Die FDP-Bundestagfraktion werde auch weiterhin die Förderung der Frauen unterstützen und die Frauenpolitik vorantreiben.
Das Hauptreferat hielt die Schriftstellerin Thea Dorn, die im vorigen Jahr mit dem Buch ,,Die neue F-Klasse - Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird‘‘ einen Gegenentwurf zu den Thesen von Eva Herman vorgelegt hat. Sie stellte ihre Überlegungen zum "neuen Feminismus" in den Raum und erläuterte"wie es die Liberalen es damit halten sollten". Zunächst einmal hielt sie fest, dass sich trotz einer Bundeskanzlerin an der Spitze der Republik noch "nicht viel getan" hat. Angesichts der derzeitigen "antifeministischen Hatz" habe man aber den Eindruck, Frauen seien so erfolgreich wie noch nie. Ihrer Ansicht nach ist es an der Zeit, daran zu arbeiten, die Vorurteile und Stereotypen anzugehen. "Wir brauchen attraktive Gegenmodelle", so Dorn.