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Ina Lenke, MdB

Gesamtkonzept fehlt

BERLIN, den 14.08.2008 - Zum geplanten Wiedereinstiegsprogramm für Mütter erklärt die familien- und frauenpolitische
Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ina LENKE:

Staatlich finanzierte Programme der Familienministerin sind auf den ersten Blick attraktiv und medienwirksam. Positiv ist, Mütter zu unterstützen, die eine Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen.

Als erstes bedarf es jedoch einer Reform der Steuerklassen. Die FDP fordert die Abschaffung der Steuerklasse V, die von hohem Bruttoverdienst bei verheirateten Frauen nur wenig Netto übrig lässt. Das ist ein großes Hindernis für den Wiedereinstieg in den Beruf.

Bundesweit umfassende Betreuungsangebote für Kinder bis zwölf Jahren und die Akzeptanz des Arbeitsmarktes für flexiblere Arbeitszeiten, so dass auch Vollzeitbeschäftigung für Frauen möglich wird, müssen ebenfalls zu einem solchen Konzept gehören. Denn über 40 Prozent der erwerbstätigen Frauen sind in Teilzeitarbeitsverhältnissen tätig.

Frauen ab Mitte 40 bedürfen nicht wohlklingender Programme, sondern die Voraussetzungen, Familie und Erwerbstätigkeit unter einen Hut zu bekommen. Es muss sich finanziell lohnen, sozialversicherungspflichtige Arbeit aufzunehmen, die eine eigenständige Rente sichert. (Quelle FDP)