Liberale Frauen Aachen-Land

Die Liberalen Frauen Bezirksverband Aachen laden für Samstag, den 19.05.18, um 10.00 Uhr zum Besuch des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Beligien in Eupen ein.

Während der Führung durch das Parlament werden die Teilnehmerinnen etwas über die bewegte Geschichte Belgiens und Deutschlands erfahren sowie über die Aktivitäten des Parlaments und dessen Bedeutung für die Euregio Maas/Rhein und Europa. Die Veranstaltung wird ca. 2 Stunden dauern.

Interessentinnen können sich bis zum 30.04. bei der Bezirksvorsitzenden, Andrea Wolff unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

Weitere Details können den folgenden Dokumenten entnommen werden:

Liberale Frauen Aachen-Land

Am 30. Januar besuchten die Liberalen Frauen die Zitadelle und das Museum in Jülich. Unter fachkundiger Leitung von Herr Dr. Vietzke (Schatzmeister des Fördervereins Museum Jülich e. V.) ging es mit 16 Teilnehmern durch die dunklen Gänge der Zitadelle.

Die Grundsteinlegung der Zitadelle mit Schloss erfolgte 1538. Bauherr war Herzog Wilhelm V. Nach Ende des 1. Weltkriegs wird Jülich von französischen belgischen Truppen besetzt und in der Zitadelle beziehen die Besatzungstruppen ihr Quartier. In einem dunklen Gang sind heute noch die Beschädigungen durch den 2. Weltkrieg zu sehen. Dort werden auch die Außenhüllen von Fliegerbomben, die man in unmittelbarer Nähe gefunden hat, aufbewahrt. Fledermäuse haben heute ihr Winterquartier in einem Teil der Zitadelle. Im Pulvermagazin auf der Zitadellenbastion kann man heute die Werke des in Jülich geborenen Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer bewundern, die durch eine große Detailtreue faszinieren.

Nach Besichtigung der Schlosskapelle erklärte Herr Perse (Museumsleiter) die Herausforderungen, ein Museum für verschiedene Interessengruppen interessant zu gestalten. Hier werden verschiedene Ansätze genutzt, wie z. B. ein Förderprojekt zur Zusammenarbeit in der Euregio mit den umliegenden Ländern, damit es zu einem besseren Austausch kommt. Auch das Forschungszentrum wird mit eingebunden. Mit Hilfe des 3D-Druck wurde eine Büste des römischen Kaisers Augustus rekonstruiert, von der lediglich der Hinterkopf bei Stolberg gefunden wurde.

Die Liberalen Frauen und teilnehmenden Interessenten kamen nach dieser spannenden Veranstaltung zu dem Schluss, dass ein erneuter Besuch im Museum Jülich unumgänglich ist.

Besuch in der Zitadelle Jülich

Liberale Frauen Aachen-Land

Die Liberalen Frauen Bezirksverband Aachen laden für Dienstag, den 30.01. in die Stadt Jülich zu einer Zitadellenführung ein (Treffpunkt: Pasqualini-Brücke am Schlossplatz).

Herr Dr. Egon Vietzke (Schatzmeister des Fördervereins Museum Jülich e.V.) wird die sachkundige Führung, die ca. 1,5 h dauert, übernehmen. Er wird die Geschichte der Wälle, Kasematten, des Schlosses und des Museums näher bringen. Im Anschluss findet mit Herr Perse, dem Leiter des Museums, eine Diskussionsrunde zum Thema Kulturförderung statt.

Pro Person fällt lediglich ein Kostenbeitrag von 4 € an. Anmeldungen werden von der Bezirksvorsitzenden, Andrea Wolff, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegengenommen.

Weihnachtsgruss

Liberale Frauen Aachen-Land

Andrea Wolff aus Langerwehe übernimmt Vorsitz der Liberalen Frauen

In der turnusmäßigen Mitgliederversammlung der Liberalen Frauen im Bezirk Aachen wurden am 16. November 2017 Neuwahlen durchgeführt. Diese wurden durch den Wegzug der ehemaligen Vorsitzenden Petra Müller nach Berlin sowie personellen Veränderungen im Vorstand notwendig. Mit Andrea Wolff aus Langerwehe haben die Liberalen Frauen im Bezirk Aachen eine engagierte Vorsitzende gefunden, die viele gute Pläne und Ideen mitbringt und mit ihrem Team neue Wege beschreiten will. Ihr zur Seite stehen Katharina Kloke, MdB aus Düren und Dagmar Göbbels aus Eschweiler als stellvertretende Vorsitzende.

Vor den Wahlgängen blickte die kommissarische Vorsitzende, Dagmar Göbbels, zurück auf die vergangenen drei Jahre. Sie berichtete von zahlreichen, meist gut besuchten Veranstaltungen und Aktivitäten der Liberalen Frauen, wie beispielsweise der Besuch einer Synagoge und einer Moschee, die Besichtigung des Kraftwerks Weisweiler aber auch Diskussionsrunden zu aktuellen Themen wie TTIP, Privatschulden oder Frauen im Handwerk. Die aktive Wahlkampfunterstützung der Liberalen Frauen stand dabei im Mittelpunkt des Jahres 2017.

Zwischen den Wahlgängen sprach die Gastrednerin, Frau Andrea Simon, über ihre Arbeit am Alsdorfer Berufskolleg. Seit etwa 20 Jahren ist sie als Schulsozialarbeiterin für die Beschäftigungsinitiative Sprungbrett Aachen tätig und wusste daher einen interessanten Vortrag über ihre tägliche Arbeit mit den Berufsschülern zu geben. Ihr Tenor: Schüler sind heutzutage nicht mehr so selbstständig, wie sie es früher einmal waren. Sie benötigen viel mehr Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen, Hilfestellung in der Berufsfindungsphase aber auch Anleitung in einfachen Dingen des täglichen Lebens.

Andrea Simon hat bei all ihrer schwierigen Arbeit allerdings den Vorteil, keine Noten vergeben zu müssen. Einen Leistungsdruck, wie Lehrer ihn erzeugen, gibt es bei ihr nicht, weshalb oftmals ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen ihr und den Schülern besteht. Entgegen den landläufig bekannten Vorurteilen und Schwierigkeiten mit geflüchteten Jugendlichen berichtete sie von Schülern mit großer Lernbereitschaft und starkem Willen, sich in unserer Gesellschaft zu integrieren. Natürlich erschwert die Sprachbarriere eine Berufsausbildung, auch wenn die Flüchtlinge über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügen.Für die Schulsozialarbeiterin sind klare Regeln das A und O für gutes Zusammenarbeiten. Selbstverständlichkeiten, wie das Einhalten von Terminen oder das Mitführen von Arbeitsutensilien, sind in ihren Augen ebenso wichtig, wie gute Umgangsformen untereinander.

In den Vorstand des Bezirksverbands Aachen wurden außerdem gewählt: Doris Weßels als Schriftführerin, Marion Sebbesse als Schatzmeisterin und Ruth Ebeling, Irene Seeger, Vanessa Meller und Peggy Kohlhaas zu Beisitzerinnen.

Im Dezember wollen die Liberalen Frauen das erfolgreiche Jahr mit einem Besuch des Weihnachtsmarktes auf Schloss Merode zünftig bei Glühwein und leckeren Spezialitäten ausklingen lassen.

Neuer Bezirksvorstand Aachen

Liberale Frauen Aachen-Land

„Da wo ich herkumm, weede Wolke jemaht!“ Inspiriert durch das Karnevalslied des letzten Prinzen konnte die Besuchergruppe um die Liberalen Frauen des Bezirks- und Kreisverbandes Aachen die Wolkenbildung vom Dach des Kraftwerkes Weisweiler hautnah miterleben.

Vorangegangen war ein interessantes Referat von dem stellvertretenden Leiter des Kraftwerks Herrn Max Bernrath über die Notwendigkeit der traditionellen Energieproduktion neben den erneuerbaren Energien. Diese stehen nicht regelmäßig zur Verfügung. Unsere moderne Industriegesellschaft braucht aber zu jeder Zeit elektrischen Strom und in ausreichender Menge. Wir hatten im Januar dieses Jahres z.B. eine Woche, in der die konventionellen Kraftwerke 97% und die erneuerbaren 3% geliefert haben. Also nur mit Strom und Wind wäre das Licht ausgegangen.

Der Landtagsabgeordnete der FDP Stefan Lenzen und die FDP-Bundestagskandidaten Katharina Kloke (Düren) und Frank Schniske (Kreis Aachen) konnten sehr viele Hinweise an die Politik mitnehmen, um eine regelmäßige Stromversorgung zu gewährleisten. Probleme bereiten nach wie vor die fehlenden Speichermöglichkeiten. Hier wäre es angesagt, vorrangig Fördergelder in die Forschung neuer Speicherelemente zu stecken.

Der Vorsitzende des Personalrats Herr Michael Lehmann berichtete über die hervorragenden Ausbildungschancen mit Übernahmegarantie. Man investiert in die Jugend für die Zukunft. In allem klang die Begeisterung für den Standort Weisweiler nach 2030 mit, allerdings mit anderen Aufgabenfeldern. Der Standort darf kein Auslaufmodell zu sein.

Nach 2stündiger Diskussion mit FDP- und Nicht-FDP-Mitgliedern folgte eine nochmals 2stündige Führung in alle Bereiche des Kraftwerks „von der Sohle bis zum Dach“. Ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen, roten Kitteln, grünen Helmen und Kopfhörer marschierte die Gruppe an Turbinen vorbei, ließ sich die Monitore in hochmodernen Leitständen erklären, stieg durch trockene, staubige Hitze in den Kesselhäusern hinauf bis auf das Dach, wo Weihnachten der riesige Baum leuchtet.

Es blieb nur noch einen großen Dank an Max Bernrath und Michael Lehmann auszusprechen für den hochinteressanten informativen Nachmittag.

Kraftwerksbesuch

Liberale Frauen Aachen-Land

Der Bezirksverband Aachen lädt am 07.September 2017 um 14 Uhr zu einer Besichtigung des Kraftwerkes Weisweiler mit Diskussionsrunde zum Thema „eine wirtschaftliche Energieversorgung und Versorgungssicherheit“ ein.

Der Strom kommt aus der Steckdose! Warum soll ich mir Gedanken machen? Wenn es so einfach wäre, gäbe es keine Diskussion über Kohleabbau, Umwelt, Arbeitsplätze. Aber ein Unternehmen, das Strom erzeugt, muss wirtschaftlich denken, kann sich nicht von Ideologien leiten lassen, kann trotzdem verantwortungsvoll mit der Umwelt umgehen und die Energiewende unterstützen.

Diese Themen wollen wir zusammen mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Kraftwerkes Weisweiler Herr Lehmann bei einer Führung mit anschließender Fragerunde erörtern. Ein Mitglied der Geschäftsführung (angefragt) ist evtl. bei der Führung dabei und steht für Fragen zur Verfügung.

Anmeldung sind bis zum 26.08.2017 per E-Mail unter Angabe der Personenzahl an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Aus Sicherheitsgründen ist die Besichtigung auf max. 20 Personen begrenzt.

Liberale Frauen Aachen-Land

Aachen. Am Sonntag, dem 19.03. waren die Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land als Vertreterinnen für die FDP am Stand der Euregioschau ganztägig anwesend. Mit einigen Besuchern wurden interessante Gespräche geführt.

Liberale Frauen Aachen-Land

Eschweiler. „Vielleicht brauchen wir bald größere Säle“, begrüßte Christian Braune als Vorsitzender des FDP-Stadtverbands am Donnerstagabend die rund 30 Gäste, die zum Bildungstalk „NRW braucht einen Bildungsspung!“ in das Haus Lersch nach Eschweiler gekommen waren.

Dagmar Göbbels, Organisatorin und Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen, freute sich ebenfalls über die vielen Teilnehmer, die zuvor noch nie bei einer Veranstaltung der FDP dabei waren.

Nach kurzen Einführungsstatements von Yvonne Gebauer, der Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Schule und Weiterbildung, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW und Marianne Schardt, ehemalige Schulleiterin der Pestalozzischule in Erkelenz und amtierende Bundesgeschäftsführerin des Verbandes Sonderpädagogik, begann eine lebhafte Diskussion unter den Gästen, Politikern und geladenen Fachleuten.

Hierbei zeigten die Anwesenden gleich zu Beginn der Veranstaltung ein besonderes Interesse beim Thema der schulischen Inklusion.

„Da wird die Inklusion per Gesetz verordnet und nach sechs Jahren Rot-Grün stehen wir vor einem bildungspolitischen Scherbenhaufen“, so Gebauer. Dabei haben wir ein so großartiges Schulsystem mit allen nur denkbaren Schulformen. Yvonne Gebauer fragte sodann, wie man den Lern- und Förderbedürfnissen aller Schüler gerecht werden könne, wenn sich diese in einem breiten Spektrum zwischen Hochbegabung und geistiger Behinderung bewegen. „Anstatt vernünftige Konzepte zu entwickeln, spielt Ideologie wieder die große Rolle - die Schulpolitik von Ministerin Löhrmann hat hier komplett versagt“, kritisierte die Freidemokratin.

Marianne Schardt machte im Laufe der Diskussion klar, dass es keine Alternativen zur sinnvollen Inklusion gäbe, bedauerte aber, dass in NRW die Inklusion zu Lasten des ehemals sehr gut ausgebauten Sonderschulsystems gehen. „Umso tragischer, dass viele Kommunen aufgrund der aktuellen Gesetzgebung ihre Förderschulen geschlossen, verkleinert oder zusammengelegt haben.“

Die UN-Konvention schreibt vor, dass Kinder nicht aufgrund von Behinderung von den allgemeinen Bildungssystemen ausgeschlossen werden dürfen und ein Recht auf eine qualifizierte und kostenlose Bildung in Primar- und Sekundarstufe haben. Dieses Recht sei in Deutschland seit vielen Jahren gewährleistet, da auch die Förderschulen ebenso zu unserem allgemeinen Bildungssystem gehören, wie die Regelschulen. In diesen Schulen gehe es darum, in kleinen Lerngruppen jedem Kind mit seinen eigenen individuellen Bedürfnissen und mit seinen eigenen individuellen Behinderungen gerecht zu werden – es auf seinen, den eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten angepassten Weg zu leiten und zu begleiten. Eine solche Schule erfordere aufgrund kleinerer Klassen mehr Personal und vor allem zusätzlich speziell ausgebildetes Personal, welches nicht nur Lehrstoff vermitteln sondern ebenso therapeutisch auf jedes einzelne Kind eingehen müsse.

„Während sich die Schulpolitik immer nur um die Schwächeren kümmert, werden leistungsstarke Schülerinnen und Schüler vernachlässigt. Hier muss ein Umdenken stattfinden“ pflichtete Yvonne Gebauer dem Einwand einer Lehrerin zu, die darauf hinwies, dass die Förderung hochbegabter Schüler nicht vergessen werden dürfe. Die heutigen Schulklassen seien viel zu groß, ein ordentlicher Face-to-Face-Unterricht sei nur bis zu einer Klassenstärke von ca. 20 - 25 Schüler möglich, so die junge Lehrerin.

Peter Silbernagel stieß mit seiner Äußerung in die gleiche Kerbe, wonach es geboten sei, Unterricht derart zu gestalten, dass alle Fächer ausreichend gelehrt werden können.

Den Einwand eines Besuchers, Schüler besser auf das Leben vorzubereiten und den Lehrplan entsprechend auf moderne Lehrmittel umzustellen, die den geänderten Lebens- und Lernmethoden gerecht werden, wollten weder Peter Silbernagel noch Yvonne Gebauer so stehen lassen. Der Schule obliege die Vermittlung eines guten Allgemeinwissens, dazu gehören alle Fächer, also auch Geschichte und die klassischen MINT-Fächer, so Peter Silbernagel.

Yvonne Gebauer ergänzte, dass man die Eltern nicht aus ihrer allgemeinen Erziehungspflicht entlassen dürfe. „Früher hat die Oma das Kochen beigebracht, heute gibt es für alles ein Youtube-Video“, hieß es aus dem Publikum. Lebenslanges Lernen muss eine Selbstverständlichkeit werden und allen Interessierten möglich sein“ gab Christian Braune zu Bedenken.

Einige Besucher gingen konkret auf Probleme bei den Berufskollegs ein, die der Bundestagskandidat der Freien Demokraten für den Kreis Aachen-Land, Frank Schniske, aufgriff. Der Berufsschullehrer verwies hierbei auf die wichtige Rolle der Berufskollegs bei der Berufsvorbereitung. „Die Landesregierung tut zu wenig für diese Schulform, lieber werden Lieblingsprojekte wie Sekundarschulen und die Gesamtschulen gefördert“. Dem stimmte auch Yvonne Gebauer zu und versprach, sich stärker für die Belange der Berufskollegs einsetzen zu wollen, wenn die rot-grüne Landesregierung am 14. Mai abgewählt wird.


Diskutierten in Eschweiler intensiv über Bildungspolitik: Peter Silbernagel vom Philologenverband NRW, Marianne Schardt vom Verband Sonderpädagogik, Yvonne Gebauer, Landtagsabgeordnete der FDP sowie Anke Göbbels und Dr. Werner Pfeil, beide Landtagskandidaten der FDP aus den Kreisverband Aachen-Land (v. l.). Foto: Stefan Steins

Liberale Frauen Aachen-Land

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 10.02.2017

Eschweiler. Die liberalen Frauen im Kreis Aachen-Land, hauptsächlich aber Teilnehmerinnen aus Eschweiler, haben eine Einladung von den beiden Mitgliedern des Landtags, Yvonne Gebauer und Angela Freimuth, angenommen und somit die Möglichkeit wahrgenommen, den Landtag in Aktion zu erleben.

Nicht nur die Architektur mit ihren hellen Arbeitsräumen und dem Blick auf den Rhein faszinieren, die Arbeitsweise, der Sitzungskalender und die Vielzahl der Ausschüsse gaben ein guten Eindruck von der Arbeit der Abgeordneten. Als Höhepunkt konnten die Teilnehmer der Exkursion von der Besuchertribüne aus die heftige Diskussion im Plenarsaal zum Fall Amri zwischen Innenminister Jäger, den Regierungsparteien und der Opposition live mitverfolgen. Wie ihnen erklärt wurde, verlaufe längst nicht jede Sitzung im Plenarsaal so kontrovers und emotionsgeladen.

Geplant war, dass der Besuch nach einer Stunde im Plenum und einer Gesprächsrunde gemeinsam mit den beiden Landtagsabgeordneten und anschließendem Kaffee und Kuchen beendet sein würde. Allerdings hatte die Gruppe das Glück, dass in der Besuchergruppe knapp 15 Mädchen verschiedenster Altersstufen, mit und ohne Migrationshintergrund zusammen trafen. Sie wurden von der Koordinatorin Sabine Osbelt im Namen des Vereins „Lobby für Mädchen“ eingeladen, die ebenfalls mit einer Gruppe Mädchen aus Köln zu Besuch war.

Austausch mit Flüchtlingen

Zu Beginn übersetzte eine Dolmetscherin die Fachbegriffe. In der späteren Diskussion trauten sich die jungen Mädchen, auf Deutsch Fragen zu stellen, obwohl sie seit weniger als einem Jahr in Deutschland leben und nach ihrer Ankunft sehr lange auf einen Platz in den begehrten Sprachkursen warten mussten. Diese Mädchen und jungen Frauen stammen hauptsächlich aus Syrien und dem Irak und haben das Ziel, soviel wie möglich über das Land, die Leute und die Sprache zu lernen. Der Kölner Verein versucht, sie zu unterstützen und ihnen neben Beratungsarbeit einen Raum für Freizeitgestaltung zu bieten.

Während der Kaffeepause erfuhren die Eschweiler viel über die momentane Lebenssituation der Flüchtlingsmädchen. Einige von ihnen wohnten mit ihren gesamten Familien seit neun Monaten in Turnhallen und vollkommen ohne Privatsphäre. Dort lebten 200 Personen mit zu wenigen Duschen und ohne Kochmöglichkeit. Angela Freimuth erklärte, dass in ihrem ländlichen Wahlkreis Wohnungen und Arbeit bereitständen, aber die Bürokratie lasse einen Wohnortwechsel nicht zu.

Uns wurde schnell klar, dass sich der Einsatz zur Integration vieler Familien aus den Kriegsländern lohnt.

Besuchergruppe im Landtag NRW