Liberale Frauen Aachen-Land

Aachen. Am Sonntag, dem 19.03. waren die Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land als Vertreterinnen für die FDP am Stand der Euregioschau ganztägig anwesend. Mit einigen Besuchern wurden interessante Gespräche geführt.

Liberale Frauen Aachen-Land

Eschweiler. „Vielleicht brauchen wir bald größere Säle“, begrüßte Christian Braune als Vorsitzender des FDP-Stadtverbands am Donnerstagabend die rund 30 Gäste, die zum Bildungstalk „NRW braucht einen Bildungsspung!“ in das Haus Lersch nach Eschweiler gekommen waren.

Dagmar Göbbels, Organisatorin und Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen, freute sich ebenfalls über die vielen Teilnehmer, die zuvor noch nie bei einer Veranstaltung der FDP dabei waren.

Nach kurzen Einführungsstatements von Yvonne Gebauer, der Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Schule und Weiterbildung, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW und Marianne Schardt, ehemalige Schulleiterin der Pestalozzischule in Erkelenz und amtierende Bundesgeschäftsführerin des Verbandes Sonderpädagogik, begann eine lebhafte Diskussion unter den Gästen, Politikern und geladenen Fachleuten.

Hierbei zeigten die Anwesenden gleich zu Beginn der Veranstaltung ein besonderes Interesse beim Thema der schulischen Inklusion.

„Da wird die Inklusion per Gesetz verordnet und nach sechs Jahren Rot-Grün stehen wir vor einem bildungspolitischen Scherbenhaufen“, so Gebauer. Dabei haben wir ein so großartiges Schulsystem mit allen nur denkbaren Schulformen. Yvonne Gebauer fragte sodann, wie man den Lern- und Förderbedürfnissen aller Schüler gerecht werden könne, wenn sich diese in einem breiten Spektrum zwischen Hochbegabung und geistiger Behinderung bewegen. „Anstatt vernünftige Konzepte zu entwickeln, spielt Ideologie wieder die große Rolle - die Schulpolitik von Ministerin Löhrmann hat hier komplett versagt“, kritisierte die Freidemokratin.

Marianne Schardt machte im Laufe der Diskussion klar, dass es keine Alternativen zur sinnvollen Inklusion gäbe, bedauerte aber, dass in NRW die Inklusion zu Lasten des ehemals sehr gut ausgebauten Sonderschulsystems gehen. „Umso tragischer, dass viele Kommunen aufgrund der aktuellen Gesetzgebung ihre Förderschulen geschlossen, verkleinert oder zusammengelegt haben.“

Die UN-Konvention schreibt vor, dass Kinder nicht aufgrund von Behinderung von den allgemeinen Bildungssystemen ausgeschlossen werden dürfen und ein Recht auf eine qualifizierte und kostenlose Bildung in Primar- und Sekundarstufe haben. Dieses Recht sei in Deutschland seit vielen Jahren gewährleistet, da auch die Förderschulen ebenso zu unserem allgemeinen Bildungssystem gehören, wie die Regelschulen. In diesen Schulen gehe es darum, in kleinen Lerngruppen jedem Kind mit seinen eigenen individuellen Bedürfnissen und mit seinen eigenen individuellen Behinderungen gerecht zu werden – es auf seinen, den eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten angepassten Weg zu leiten und zu begleiten. Eine solche Schule erfordere aufgrund kleinerer Klassen mehr Personal und vor allem zusätzlich speziell ausgebildetes Personal, welches nicht nur Lehrstoff vermitteln sondern ebenso therapeutisch auf jedes einzelne Kind eingehen müsse.

„Während sich die Schulpolitik immer nur um die Schwächeren kümmert, werden leistungsstarke Schülerinnen und Schüler vernachlässigt. Hier muss ein Umdenken stattfinden“ pflichtete Yvonne Gebauer dem Einwand einer Lehrerin zu, die darauf hinwies, dass die Förderung hochbegabter Schüler nicht vergessen werden dürfe. Die heutigen Schulklassen seien viel zu groß, ein ordentlicher Face-to-Face-Unterricht sei nur bis zu einer Klassenstärke von ca. 20 - 25 Schüler möglich, so die junge Lehrerin.

Peter Silbernagel stieß mit seiner Äußerung in die gleiche Kerbe, wonach es geboten sei, Unterricht derart zu gestalten, dass alle Fächer ausreichend gelehrt werden können.

Den Einwand eines Besuchers, Schüler besser auf das Leben vorzubereiten und den Lehrplan entsprechend auf moderne Lehrmittel umzustellen, die den geänderten Lebens- und Lernmethoden gerecht werden, wollten weder Peter Silbernagel noch Yvonne Gebauer so stehen lassen. Der Schule obliege die Vermittlung eines guten Allgemeinwissens, dazu gehören alle Fächer, also auch Geschichte und die klassischen MINT-Fächer, so Peter Silbernagel.

Yvonne Gebauer ergänzte, dass man die Eltern nicht aus ihrer allgemeinen Erziehungspflicht entlassen dürfe. „Früher hat die Oma das Kochen beigebracht, heute gibt es für alles ein Youtube-Video“, hieß es aus dem Publikum. Lebenslanges Lernen muss eine Selbstverständlichkeit werden und allen Interessierten möglich sein“ gab Christian Braune zu Bedenken.

Einige Besucher gingen konkret auf Probleme bei den Berufskollegs ein, die der Bundestagskandidat der Freien Demokraten für den Kreis Aachen-Land, Frank Schniske, aufgriff. Der Berufsschullehrer verwies hierbei auf die wichtige Rolle der Berufskollegs bei der Berufsvorbereitung. „Die Landesregierung tut zu wenig für diese Schulform, lieber werden Lieblingsprojekte wie Sekundarschulen und die Gesamtschulen gefördert“. Dem stimmte auch Yvonne Gebauer zu und versprach, sich stärker für die Belange der Berufskollegs einsetzen zu wollen, wenn die rot-grüne Landesregierung am 14. Mai abgewählt wird.


Diskutierten in Eschweiler intensiv über Bildungspolitik: Peter Silbernagel vom Philologenverband NRW, Marianne Schardt vom Verband Sonderpädagogik, Yvonne Gebauer, Landtagsabgeordnete der FDP sowie Anke Göbbels und Dr. Werner Pfeil, beide Landtagskandidaten der FDP aus den Kreisverband Aachen-Land (v. l.). Foto: Stefan Steins

Liberale Frauen Köln

In diesem Jahr stand die alljährliche Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Rathaus der Stadt Köln unter dem Motto „ Sichtbar – Hörbar - Wehrhaft : Starke Frauen in einer offenen Stadt“.

Unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab es erneut einen „Markt der Möglichkeiten“, in dem sich die vielfältigen Kölner Frauenorganisationen präsentierten, so auch die Liberalen Frauen Köln. Darüber hinaus stellte sich Frau Dagmar Dahmen, seit Anfang des Jahres die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln, in ihrer neuen Position vor.

Auch wenn schon viel erreicht ist auf dem Weg zur Gleichberechtigung, eine tatsächliche Gleichstellung im täglichen Leben ist noch lange nicht selbstverständlich. So gibt es nach wie vor täglich offenen und verdeckten Sexismus, körperliche An – und Übergriffe auf Frauen und Anfeindungen im Netz.

Das Motto sollte als Motivation für Frauen verstanden werden, sich nicht zu verstecken, ihre Stimme zu erheben und Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Wie schon in den vergangenen Jahren repräsentierten die Liberalen Frauen Köln, vertreten durch die Vorsitzende Dr. Annette Wittmütz und die Landesvorsitzende der Liberalen Frauen NRW Bettina Houben und unterstützt durch die Kreisvorsitzende Yvonne Gebauer, MdL, sowie durch Stefanie Braun und Amila Radoch-Hamzic, auf dem Markt der Möglichkeiten die Freien Demokraten und standen für zahlreiche Gespräche zur Verfügung.

Libellen DortmundThemenabend der Lib'ELLEn Dortmund am 23.03.2017 in Dortmund

Referent: Frieder Löhrer, Unternehmensberater

Der Referent, Frieder Löhrer, hat Musik, Maschinenbau und BWL studiert, ist vielseitig interessiert und bezeichnet sich als Wanderer, weniger als Kletterer. Für ihn sind Touren durch die Berge kraftspendende Übungen im Leben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er sich der Herausforderung gestellt hat, diesen besonderen Berg – den Kilimandscharo – zu besteigen. Mit einem Bildvortrag wird er uns an diesem Erlebnis teilnehmen lassen.

Der Lib'ELLEn-Themenabend findet statt am Donnerstag, dem 23.03.2017, ab 19.30 Uhr (Einalss ab 19 Uhr) im Mercure Hotel Dortmund Centrum (ehemals Park Inn Hotel Olpe 2, Dortmund Mitte). Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters sind mit ihren Fragen und Diskussionsbeiträgen herzlich willkommen. Deshalb können Sie diese Einladung gern auch in Ihrem Bekanntenkreis weitergeben. Bitte melden Sie sich per Telefon unter 0231 / 551110 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Mitverantwortlich für die Themenabende: Liberale Frauen, Kreisverband Dortmund

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Einladung Libellen März 2017.pdf)Einladung Libellen März 2017.pdf[ ]230 KB

Liberale Frauen Aachen-Land

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 10.02.2017

Eschweiler. Die liberalen Frauen im Kreis Aachen-Land, hauptsächlich aber Teilnehmerinnen aus Eschweiler, haben eine Einladung von den beiden Mitgliedern des Landtags, Yvonne Gebauer und Angela Freimuth, angenommen und somit die Möglichkeit wahrgenommen, den Landtag in Aktion zu erleben.

Nicht nur die Architektur mit ihren hellen Arbeitsräumen und dem Blick auf den Rhein faszinieren, die Arbeitsweise, der Sitzungskalender und die Vielzahl der Ausschüsse gaben ein guten Eindruck von der Arbeit der Abgeordneten. Als Höhepunkt konnten die Teilnehmer der Exkursion von der Besuchertribüne aus die heftige Diskussion im Plenarsaal zum Fall Amri zwischen Innenminister Jäger, den Regierungsparteien und der Opposition live mitverfolgen. Wie ihnen erklärt wurde, verlaufe längst nicht jede Sitzung im Plenarsaal so kontrovers und emotionsgeladen.

Geplant war, dass der Besuch nach einer Stunde im Plenum und einer Gesprächsrunde gemeinsam mit den beiden Landtagsabgeordneten und anschließendem Kaffee und Kuchen beendet sein würde. Allerdings hatte die Gruppe das Glück, dass in der Besuchergruppe knapp 15 Mädchen verschiedenster Altersstufen, mit und ohne Migrationshintergrund zusammen trafen. Sie wurden von der Koordinatorin Sabine Osbelt im Namen des Vereins „Lobby für Mädchen“ eingeladen, die ebenfalls mit einer Gruppe Mädchen aus Köln zu Besuch war.

Austausch mit Flüchtlingen

Zu Beginn übersetzte eine Dolmetscherin die Fachbegriffe. In der späteren Diskussion trauten sich die jungen Mädchen, auf Deutsch Fragen zu stellen, obwohl sie seit weniger als einem Jahr in Deutschland leben und nach ihrer Ankunft sehr lange auf einen Platz in den begehrten Sprachkursen warten mussten. Diese Mädchen und jungen Frauen stammen hauptsächlich aus Syrien und dem Irak und haben das Ziel, soviel wie möglich über das Land, die Leute und die Sprache zu lernen. Der Kölner Verein versucht, sie zu unterstützen und ihnen neben Beratungsarbeit einen Raum für Freizeitgestaltung zu bieten.

Während der Kaffeepause erfuhren die Eschweiler viel über die momentane Lebenssituation der Flüchtlingsmädchen. Einige von ihnen wohnten mit ihren gesamten Familien seit neun Monaten in Turnhallen und vollkommen ohne Privatsphäre. Dort lebten 200 Personen mit zu wenigen Duschen und ohne Kochmöglichkeit. Angela Freimuth erklärte, dass in ihrem ländlichen Wahlkreis Wohnungen und Arbeit bereitständen, aber die Bürokratie lasse einen Wohnortwechsel nicht zu.

Uns wurde schnell klar, dass sich der Einsatz zur Integration vieler Familien aus den Kriegsländern lohnt.

Besuchergruppe im Landtag NRW

Logo LibELLEn Dortmund=

Themenabend der Lib’ELLEn am 9.2.2017

Gut besucht war der Themenabend der Lib’ELLEn am 9.2.2017. Stephan Ebner, Diplom-Kaufmann, seit seinem Ruhestand ehrenamtlich tätig als Senior Consultant bei der IHK Essen und als Gesprächsleiter und Referent bei der Altenakademie in Dortmund, sprach über „Die Macht der Sprache“. Obwohl sein Studium und seine Berufstätigkeit von der Welt der Zahlen dominiert wurden und obwohl er die Auffassung  vertritt, dass die Mathematik die schönste Sprache der Welt sei, beschäftigt er sich seit Jahrzehnten intensiv mit der deutschen Sprache. Er fordert, dass die deutsche Sprache als Kulturgut zu pflegen sei. Stephan Ebner  teilt die Meinung von Asfa-Wossen Asserate, dass keine andere Nation ihre Sprache mit solcher Nachlässigkeit zu behandeln scheine wie die deutsche. Es gebe kein zweites Land, das sich derart bereitwillig der Weltsprache Englisch ausgeliefert habe. 

Stephan EbnerSprache sei nicht nur ein Instrument der Verständigung, es gebe sie als Kunstform, sie diene oft als Instrument der Abgrenzung, sei kollektiver Agitator und werde als „Waffe“ genutzt und missbraucht. Letzteres habe besonders die vom Pentagon gelenkte Berichterstattung über den Irak-Krieg gezeigt. John R. MacArthur habe dies in seinem Buch „Die Schlacht der Lügen“ aufgedeckt. Als Beispiel hierfür sei der Begriff „Kollateralschäden“ genannt.

Aber auch die „Sprachreiniger“, die für „political correctness“ mit rüden Methoden wie Verboten und Gerichtsverfahren eine Form des „Neusprechs“ erzwingen wollen, würden die Sprache durch Ausschluss von Wörtern undifferenzierter machen. Als Beispiel sei das Ausschweigen des Liedes „Zehn kleine Negerlein“  genannt.

Die Sprache verändere sich auch durch die sozialen Medien wie Facebook und Twitter. Die heutige Jugend sei nicht „sprachlos“, nur weil sie anders kommuniziere, aber das Lesen von Büchern, das freie Sprechen, das Auswendiglernen und das Kopfrechnen seien nicht zu vernachlässigen.

Gültig bleibe die Erkenntnis, dass Denken mit der Sprache beginne!
(Edelgard Dingerdissen)

Die Macht der Sprache

Liberale Frauen NRW

Aufbruchstimmung bei den Liberalen Frauen NRW: Bettina Houben neue Vorsitzende

Bettina Houben ist neue Vorsitzende der Liberalen Frauen NRW. Auf der Mitgliederversammlung am Samstag in Köln wählten die anwesenden Frauen die Kölner Ärztin einstimmig zu ihrer neuen Vorsitzenden. Neu im Vorstand sind außerdem Jenny Westermann (29) aus Wetter (Ruhr) als stellvertretende Vorsitzende sowie die 23- jährige Gelsenkirchenerin Eva Rickel als Schriftführerin. Die Neuwahlen waren notwendig geworden, weil mit Petra Müller, Helga Daub und Petra Prigge drei Vorstandsmitglieder ihre Ämter zur Verfügung gestellt hatten.

In ihrer Vorstellungsrede erklärte die neue Vorsitzende: „Ich möchte, dass wir unsere Ideen von Freiheit, von Selbstbestimmtheit, von respektvollem Miteinander, von gelebter Demokratie in die FDP und in die Gesellschaft tragen.“ Sie rief die Frauen dazu auf, sich aktiv an den Meinungsbildungsprozessen in der FDP zu beteiligen, Aufgaben an- und wahrzunehmen und für die FDP weitere Politikbereiche zu erschließen.

Während der Aussprache waren sich die Frauen einig darin, dass die FDP NRW deutlich weiblicher werden muss, um auch weiterhin für Wählerinnen und Wähler attraktiv zu sein. Die stellvertretende Bundesvorsitzende Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann sprach sich dafür aus, vor allem junge Frauen für die FDP zu gewinnen, sie gezielt anzusprechen, zu motivieren und zu unterstützen. Angela Freimuth, Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende der FDP zeigte Wege zur Bindung von weiblichen Mitgliedern. Die FDP-Bundestagskandidatin Nicole Westig forderte die FDP-Führung auf, sich gerade in Zeiten, „in denen Diversity das Gebot der Stunde“ sei, für eine stärkere Beteiligung der „vielen qualifizierten Frauen in ihren Reihen“ einzusetzen.

Mit einer Würdigung der Arbeit der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder, insbesondere Petra Müller und Helga Daub, endete die Mitgliederversammlung.

Neuer Vorstand der Liberalen Frauen NRW

Liberale Frauen Düsseldorf

Zeitnaher konnte der Besuch des Büros für Nachbarschaftsdialog nicht erfolgen, um zum geplanten Antrag des Flughafens und der Anhörung im Februar 2017 neue Informationen zu erhalten. Frau Bappert, Diplom Ingenieurin und Ansprechpartnerin u.a. für Lokalpolitiker und Anwohner des Airports, sitzt an einer wichtigen Schnittstelle inner- und außerhalb des Unternehmens Flughafen Düsseldorf. Fachlich kümmert sie sich als Elektroingenieurin schwerpunktmäßig um Fluglärmmessung und Kontrolle der Luftqualität und als Ansprechpartnerin im Nachbarschaftsdialog um die Beschwerden der betroffenen Kommunen im Umkreis des Flughafens und um die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger.

Aus diesem Grund war sie die kompetente Kontaktperson für Hannelore Hanning, Vorsitzende der Liberalen Frauen des Bezirksverbandes Düsseldorf, die Hintergründe für den Antrag des Flughafens auf Kapazitätserweiterung zu erfahren und zu diskutieren. Angeschlossen an die Liberalen Frauen Düsseldorf hatten sich Vertreterinnen der Business Frauen Ratingen und Vertreter der Liberalen Senioren aus Kaarst.

Da der Düsseldorfer Flughafen wegen seiner stadtnahen, zentralen Lage eine besondere Verantwortung für die Interessen und Bedürfnisse seiner Anwohner aus Sicht der Teilnehmerinnen trägt, wurden die kritischen Punkte, die auch z.T. Inhalt der 40.000 Einwendungen sind, die ab dem 13.2.2017 in der Messehalle 1 in Düsseldorf erörtert werden, thematisiert! Wie da sind
1. erhöhter Bedarf an Kapazität durch Nachfrage von Airlines in den Spitzenzeiten – Mehrbedarf an Slots – angestrebte 60 Slots pro Stunde
2. neue Airlines – neue Ziele in Skandinavien und Osteuropa
3. Streckennetzdichte
4. Steigerung der Passagier-und Mitarbeiterzahlen

In der Diskussion wurde deutlich, dass der Flughafen Düsseldorf gewillt ist, einen großen Schritt auf die Kritiker seines geplanten Antrags auf „Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung“ zuzugehen und dass er die Antragsinhalte in zwei wesentlichen Punkten überarbeitet hat,
a) in der Vergabe von Zeitfenstern für Starts und Landungen (Slots)
b) und in der Nutzung der Nordbahn.
Ein weiterer Schritt hin zu den Kritikern, ist das Bekunden, dass die Verschiebungen, also Slots über das Jahr zu verteilen, nicht gewollt und vom Tisch seien.

Mit dieser Antragsänderung schließe der Airport, so die Botschaft, die Möglichkeit aus, Slots aus dem Winterhalbjahr im Sommer nutzen zu können. Auch verpflichte sich der Flughafen, die Nutzung der Nordbahn wöchentlich im Voraus festzulegen und die Genehmigungsbehörde darüber rechtzeitig zu informieren. Doch sei nach wie vor Flexibilität erwünscht hinsichtlich der Nutzung der Einbahn- und Zweibahnregelung, z. B wenn unter dem Einfluss von Streiks, Wetter oder anderen Ereignissen kurzfristig die Nutzung der zweiten Bahn zur Vermeidung von Verspätungen genutzt werden müssten, doch solle dies nur möglich sein, wenn auf dem Zeitkonto ungenutzter Zwei-Bahn-Zeitabschnitte ein positiver Saldo bestünde, bezogen auf jede Flugplanperiode! Diese Aussage stünde aber, so Hannelore Hanning, im Widerspruch zu dem Bekenntnis des Flughafens, dass am Ende einer Flugplansaison nicht genutzte Zwei-Bahn-Zeitabschnitte verfallen und nicht in die nächste Saison übertragen werden können. Hier gelte es, eine klare Aussage zu erstreiten.

Der Flughafen verfolge aber, so Veronika Bappert, nach wie vor ein wichtiges Anliegen, Verspätungen vor allem in den Abendstunden mit einer neuen Betriebsgenehmigung weiter zu reduzieren. Mit diesem Vorgehen wäre sichergestellt, dass die Nutzung der Nordbahn 50 Prozent nicht überschreiten würde. Die Verspätungen am 13. Januar 2017 wären auch für alle Beteiligten eine unglückliche Häufung widriger Umstände gewesen. Mit der Anpassung der Antragsinhalte, solle ein eindeutiges Versprechen abgegeben werden, dass neben der Weiterentwicklung des Flughafens, welche die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft abdecken würde auch die berechtigten Interessen der Anwohner berücksichtigt würden.

Kritisch angemerkt wurden von den Teilnehmerinnen die wahrnehmbare Änderungen der Flugrouten, die Parksituation rund um den Flughafen (hierzu gab es die Information, dass gerade eine neue Technik, der Parkroboter „Ray, getestet würde, der präzise jedes Auto lückenlos parken könne) und die Parkpraktiken in den umliegenden Kommunen, sowie die schlechte ÖPNV Anbindung vor allem am Abend und an den Wochenenden.

Erst das Ergebnis der Anhörung der Einwendungen der Kommunen und der Bürger und Bürgerinnen wird zeigen, ob der Flughafen seiner Selbstverpflichtung zur Zielsetzung der Minimierung des Fluglärms und des Schadstoffausstoßes sowie der begleitenden Begrenzung der zusätzlichen Belastungen gerecht wird, so das Fazit von Hannelore Hanning nach der sehr angeregten Diskussion. (Hannelore Hanning)

Besuch am Flughafen Düsseldorf

Liberale Frauen Aachen-Land

Besuch der Bilal-Moschee in Aachen

Aachen. Der Kreisverband der Liberalen Frauen Aachen-Land hat im Dezember letzten Jahres die drittälteste Moschee Deutschlands, die Bilal-Moschee in Aachen besucht, um Fragen zu stellen, Fragen zum islamischen Glauben, Fragen zur gegenwärtigen Situation, Fragen zum Islambild in Deutschland.

Das Islamische Zentrum Aachen (IZA) mit der Bilal-Moschee wurde in den 60er Jahren ursprünglich als Campus-Moschee für etwa 200 Studenten konzipiert, doch heute nehmen wöchentlich bis zu 800 Muslime am Freitagsgebet teil. Das IZA ist damit eine wichtige Anlaufstelle für viele Muslime aus Aachen und Umgebung.

Omar AllaouiMit Omar Allaoui und seiner jüngeren Schwester Sarah, eine gebürtige Aachenerin, fanden die Liberalen Frauen sowie interessierte Teilnehmer sachkundige Gesprächspartner, die die fünf Säulen des Islam, die Suren aus dem Koran und die Lehren vom Islam verständlich erklären konnten. Tatsache ist, dass das Alte Testament bei Christen und Muslimen gleichermaßen gilt. Wir haben den gleichen Ursprung, dazu gehören auch die 3,6 Millionen friedliebenden Muslime in Deutschland.

Zunehmende Medienberichte in den letzten Tagen, Wochen und Monaten über den Terrorismus erzeugen in der Öffentlichkeit eine unterschwellige Angst vor dem Islam. In mancher Hinsicht vielleicht berechtigt, zumal viele Gräueltaten im Namen des Glaubens begangen wurden. Betrachtet man die Geschichte, so haben sich auch Christen im Namen des Glaubens jahrzehntelang bekämpft.

Doch die Muslime in Deutschland dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Muslime haben wie alle anderen religiösen Menschen in Deutschland einen berechtigten Anspruch auf Akzeptanz und Solidarität. Es kann nicht sein, dass das Islambild in Deutschland nur durch die verschwindend kleine Minderheit von Rechtspopulisten geprägt wird. Toleranz erfordert hier mehr gegenseitige Aufklärung und Offenheit.

Weltoffenheit und religiöse Freiheit sind schon immer Grundpfeiler liberaler Politik gewesen und gerade in der heutigen angespannten weltpolitischen Situation ist es wichtig, den Kommunikationsfaden zu intensivieren.

Mit dem Besuch der Bilal-Moschee setzen die Liberalen Frauen ihre erfolgreiche Reihe zur Erkundung religiöser Gebetsstätten fort, nachdem sie bereits im August 2015 die Aachener Synagoge besichtigt hatten. Man war sich einig, dass dieser Besuch zum Verständnis für die islamische Kultur beitragen konnte. Mit dem Dialog konnten Vorurteile abgebaut und das Misstrauen gegen den Islam ein Stück überwunden werden. (Stefan Steins)

Liberale Frauen in der Bilal-Moschee

Logo LibELLEn Dortmund=

Sehr gut besucht war der Themenabend der Lib’ELLEn am 22.11.2016: „Innere Sicherheit in Zeiten von Terrorismus, Extremismus und steigender Kriminalität. Wie sicher sind wir in Nordrhein-Westfalen?“. Referent war Marc Lürbke, Innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Mitglied im Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht in Köln.

Die Ereignisse in dieser Nacht hätten das Sicherheitsempfinden in der Bundesrepublik grundlegend beschädigt, besonders bei Frauen, zumal bei der öffentlichen Aufarbeitung kurz nach dem Geschehen Informationen über die Täter und Umstände zurückgehalten und manche Fakten relativiert worden seien.

Marc Lürbke, Monika Ingendorf und Joachim HoferNRW habe in Bezug auf die innere Sicherheit viele Probleme: den internationalen Terrorismus, den Extremismus sowohl von rechts als auch von links, die zunehmende Gewalt gegen die Einsatzkräfte bei der Polizei und der Feuerwehr, so genannte „No-Go-Areas“ mit kriminellen Familienclans, den Salafismus und die Einbruchskriminalität. Es zeige sich zudem eine erschreckende Verrohung der Gesellschaft und das Problem der fehlenden Abschreckung, da viele Gesetze nicht konsequent genug angewandt würden.

Nach dem Beschreiben der Probleme machte Marc Lürbke Lösungsvorschläge:

  • Konsequente Umsetzung des Auftrages, dass der Staat die innere Sicherheit gewährleisten müsse: Sicherheit durch Sichtbarkeit
  • Verstärkte internationale Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung mit der entsprechenden Vernetzung
  • Fahndung nach dem Diebesgut im Internet
  • Abschaffung des faktisch rechtsfreien Raumes im Internet
  • Mehr Personal bei den Sicherheitskräften
  • Bessere Ausrüstung der Polizei
  • Entlastung der Polizei durch Übernahme einiger Arbeitsbereiche durch die Ordnungsämter

Manche der Lösungsvorschläge seien nicht schnell zu realisieren, andere schon, und selbst dann sei hundertprozentiger Schutz nicht möglich. Erschreckend ist, dass nur wenige Wochen nach diesem Themenabend der Anschlag in Berlin Marc Lürbkes Einschätzung der Lage auf traurige Weise bestätigt hat. (Edelgard Dingerdissen)

Publikum