Libellen DortmundThemenabend der Lib'ELLEn Dortmund am 31.08.2017 in Dortmund

Referent: Dr. Thomas Roessing, Communication & Mass Media Researcher

Der Freiheitsindex Deutschland wird seit 2011 jährlich vom John-Stuart-Mill-Institut für Freiheitsforschung erhoben. Er besteht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach durchführt und einer Medieninhaltsanalyse, für die unser Referent Dr. Thomas Roessing verantwortlich ist. Manche Ergebnisse sind überraschend, so der Befund von 2011, dass auch Menschen, die sagen, dass Freiheit ihnen wichtig ist, dazu neigen, nach staatlicher Regulierung und Verboten zu rufen. Andere Ergebnisse sind weniger überraschend, beispielsweise, dass die Perspektive der Freiheit es in den deutschen Leitmedien schwer hat, sie steht viel seltener im Vordergrund der Berichterstattung als konkurrierende Perspektiven wie Sicherheit oder soziale Gleichheit.

Dr. Thomas Roessing hat in den 90er Jahren in Mainz Publizistikwissenschaft, Politologie und Strafrecht studiert. Anschließend war er Projektmitarbeiter an der Universität Mannheim und ab 2002 wieder in Mainz. Nach seiner Promotion mit einer Arbeit über öffentliche Meinung im Jahr 2007 vertrat er 2010 bis 2011 die Professur für Medienkonvergenz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Öffentliche Meinung („Schweigespirale“), Forschungsmethoden und Wissenschaftstheorie, sowie Online-Forschung. Auch hat er viel zu Wikipedia publiziert, sowie mehrere Studien zu Rezeption und Wirkung von Medieninhalten (z.B. Product Placement) durchgeführt und veröffentlicht.

Der Lib'ELLEn-Themenabend findet statt am Donnerstag, dem 31.08.2017, ab 19.30 Uhr (Einalss ab 19 Uhr) im Mercure Hotel Dortmund Centrum (ehemals Park Inn Hotel Olpe 2, Dortmund Mitte). Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters sind mit ihren Fragen und Diskussionsbeiträgen herzlich willkommen. Deshalb können Sie diese Einladung gern auch in Ihrem Bekanntenkreis weitergeben. Bitte melden Sie sich per Telefon unter 0231 / 551110 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Mitverantwortlich für die Themenabende: Liberale Frauen, Kreisverband Dortmund

Liberale Frauen Aachen-Land

Der Bezirksverband Aachen lädt am 07.September 2017 um 14 Uhr zu einer Besichtigung des Kraftwerkes Weisweiler mit Diskussionsrunde zum Thema „eine wirtschaftliche Energieversorgung und Versorgungssicherheit“ ein.

Der Strom kommt aus der Steckdose! Warum soll ich mir Gedanken machen? Wenn es so einfach wäre, gäbe es keine Diskussion über Kohleabbau, Umwelt, Arbeitsplätze. Aber ein Unternehmen, das Strom erzeugt, muss wirtschaftlich denken, kann sich nicht von Ideologien leiten lassen, kann trotzdem verantwortungsvoll mit der Umwelt umgehen und die Energiewende unterstützen.

Diese Themen wollen wir zusammen mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Kraftwerkes Weisweiler Herr Lehmann bei einer Führung mit anschließender Fragerunde erörtern. Ein Mitglied der Geschäftsführung (angefragt) ist evtl. bei der Führung dabei und steht für Fragen zur Verfügung.

Anmeldung sind bis zum 26.08.2017 per E-Mail unter Angabe der Personenzahl an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Aus Sicherheitsgründen ist die Besichtigung auf max. 20 Personen begrenzt.

Libellen DortmundBericht über den Vortrag von Brigitte Leyh am 8.6.2017

Beim Themenabend der Lib’ELLEn am 8.6.2017 zeigte Frau Brigitte Leyh, Oberstudienrätin i.R., in ihrem Vortrag „Widerstände gegen die Mädchenbildung im 19. Jahrhundert“ , wie sich über die Jahrhunderte hinweg das Frauenbild entwickelte. So gibt es zwei Varianten der Schöpfungsgeschichte. In der ersten sind Adam und Eva gleichberechtigt, tradiert über die Jahrtausende ist jedoch die 2. Variante: Eva ist die Gehilfin für den Mann, sie ist wegen ihrer Neugier schuld an der Vertreibung aus dem Paradies, und die Strafe, dass sie unter Schmerzen gebären werde, führte tatsächlich im 19. Jahrhundert zu der Diskussion, ob der Gebrauch von Äther bei der Geburt nicht gegen die Bibel sei.

Auch heute noch entlarvt die Sprache den Umgang mit den Frauen. Während der Junge zum Mann (Junge/Mann = Maskulinum) reifte, war es das Mädchen oder das Fräulein (beides Neutrum), das erst durch die Heirat zur Frau (Femininum) wurde. Mädchen waren Mündel ihres Vaters, durch Heirat abhängig und fremdbestimmt vom Ehemann, körperliche Gewalt eingeschlossen. Der Mann hatte die Frau „im Griff zu haben“! Mit der Industrialisierung änderte sich das Frauenbild noch einmal. Der Mann wurde zum „Berufsmenschen und Geldverdiener“. Die bürgerliche Frau musste dem Mann ein gemütliches Heim bereiten, seinen Erfolg nach außen tragen, sollte ein positives Statussymbol sein. Töchter mussten deshalb möglichst eine „gute Partie“ machen.

Da nach damaliger Meinung zu viel Bildung für die Frauen schlecht für deren Gehirn sei, beschränkte sich ihre Bildung auf Lesen, Schreiben, Rechnen, Musik, Gesang, Handarbeiten, Benehmen, französisches Parlieren, alles oft vermittelt von unverheirateten Gouvernanten, die eben diese „Partie“ nicht geschafft hatten, ein Makel, der sie zu dieser Form von Arbeit zwang. Symbol für diese Zeit war auch das Korsett, es sorgte für „niedliches“ Aussehen und zähmte den freien Bewegungsdrang. Hilflosigkeit und demonstrierte Dummheit erhöhten die Heiratschancen, Intelligenz musste getarnt werden.

Noch um 1912 schrieb der Neurologe und Psychiater Paul Julius Möbius eine viel beachtete wissenschaftliche Abhandlung über den „physiologischen Schwachsinn des Weibes“! Und das, obwohl es viele gebildete Frauen gab. Hier seien exemplarisch genannt: Bertha Benz, Hope Bridget Adams, Clara Immerwahr, Margarete Steiff, Bertha von Suttner, Gertrud Hilgendorff, Luise Otto-Peters, Helene Lange, Gertrud Bäumer.

Dennoch wurde nach und nach gegen den damaligen starken männlichen (Experten-) Widerstand gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen vieles erreicht: Seit 1908 gibt es die Zulassung von Frauen zu Universitäten, ab 1918 das Wahlrecht für Frauen, seit 1948/49 im Grundgesetz den Art. 3, Abs. 2 (durchgesetzt von Elisabeth Selbert, einer der 4 Frauen, die neben 61 Männern das Grundgesetz schrieben). Seit 1977 braucht die Frau nicht mehr die Erlaubnis des Ehemannes in Bezug auf die eigene Berufstätigkeit, seit 1997 gilt die Vergewaltigung in der Ehe als Delikt. Der Weg zur echten Gleichstellung der Frau war lang und steinig, vieles ist geschafft, aber es bleibt noch einiges zu tun, um die „gläserne Decke“ zu durchbrechen, die Frauen oft daran hindert, in Leitungspositionen aufzusteigen und mehr Einfluss zu gewinnen. (Edelgard Dingerdissen)

Liberale Frauen Köln

Am 24. März fand zum 8. Mal der Ladies Lunch der Kölner Liberalen Frauen statt - in diesem Jahr zum Thema Schul- und Bildungspolitik. Zu Gast war die Spitzenkandidatin der Kölner FDP für die Landtagswahl, Yvonne Gebauer, MdL, schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion und Vorsitzende der Kölner FDP. Zahlreiche Kandidatinnen der FDP für die anstehende Landtags- und Bundestagswahl waren ebenfalls dabei.

Vor vollem Haus im Rotonda Business Club zeigte Yvonne Gebauer auf, an welchen - zahlreichen - Stellen in unserem Land schulpolitischer Handlungsbedarf besteht. Die jetzige Grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann hinterlässt immense Baustellen. „Normaler Schulbetrieb, Inklusion oder auch die Integration schulpflichtiger Flüchtlingskinder, nichts davon funktioniert und wird von der Landesregierung nur schöngeredet“, kritisiert Yvonne Gebauer.

Schulen und Lehrern muss es ermöglicht werden, jedes Kind entsprechend seiner besonderen Talente und Begabungen individuell zu fördern; ausschließlich ideologisch bedingte Vereinheitlichungen von Schulen können diesem Ziel nicht gerecht werden: Die völlig übereilte und unüberlegte Inklusion ist gescheitert, Eltern sind enttäuscht und führen ihre Kinder zunehmend an die Förderschulen zurück.Die erhebliche Nachfrage nach Plätzen an Gymnasien, der in den Ballungsgebieten mangels Kapazitäten nicht nachgekommen werden kann, zeigt das große Vertrauen der Eltern in diese Schulform. Die jetzige Schulministerin ignoriert auch dieses und hölt die Gymnasien stetig weiter aus.

Mit den anwesenden Teilnehmerinnen wurde lebhaft und intensiv diskutiert. Nach dem Lunch war klar: Der Politikwechsel in der Schulpolitik ist dringend, es gibt sehr viel zu tun!


Auf dem Foto sind von links nach rechts:
Annette Pizzato, Landtagskandidatin Oberberg-Nord,
Dr. Annette Wittmütz, Bundestagskandidatin Köln II,
Dagmar Ziegner, Landtagskandidatin Bad Honnef, Königswinter, St. Augustin,
Anita Rick-Blunck, Landtagskandidatin Rheinisch Bergischer Kreis I,
Yvonne Gebauer, Landtagskandidatin Köln Nord,
Bettina Houben.

Liberale Frauen NRW

Auf dem Landesparteitag der FDP NRW in Hamm am 2.4.2017 erzielten die Liberalen Frauen NRW mit beiden dort eingebrachten Anträgen einen Erfolg:

Heike Schaumann brachte für die Liberalen Frauen einen Antrag zur Erhöhung der Minijob-Obergrenze und deren Anpassung an den Mindestlohn ein; Dr. Annette Wittmütz brachte einen Antrag zur Abschaffung der Steuerklassen III/V ein.

Beide Anträge erleichtern die berufliche Situation von Frauen, insbesondere nach einer Erwerbspause durch Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, und verfolgen eine Vereinfachung des Regelwerkes und eine Abkehr von der jetzigen Rechtslage, die Frauen oftmals in ihrer Motivation ausbremst. Der Minijob bietet die Möglichkeit, mit einer geringen Zahl an regelmäßigen Arbeitsstunden im Beruf zu bleiben bzw. wieder einzusteigen. Durch die Anpassung an die Erhöhungen des Mindestlohnes sollen die Arbeitszeiten beibehalten werden können. Die Abschaffung der Steuerklassenkombination III/V erleichtert es Familien unbürokratisch, die Berufstätigkeit beider Partner zu organisieren, ihre Teilhabe am beruflichen Leben zu ermöglichen und so u.a. sicherzustellen, dass aktiv Vorsorge für die Wechselfälle des Lebens betrieben werden kann.

Nach jeweils kurzen Diskussionen wurden beide Anträge mit großer Mehrheit verabschiedet und sind so Teil der Programmatik der FDP NRW. Das soll den Liberalen Frauen NRW Motivation sein, sich auch zukünftig aktiv in die programmatische Arbeit der FDP einzubringen, diese mit zu gestalten und so den Weg für eine weiblichere FDP frei zu machen.

Liberale Frauen Aachen-Land

Aachen. Am Sonntag, dem 19.03. waren die Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land als Vertreterinnen für die FDP am Stand der Euregioschau ganztägig anwesend. Mit einigen Besuchern wurden interessante Gespräche geführt.

Liberale Frauen Aachen-Land

Eschweiler. „Vielleicht brauchen wir bald größere Säle“, begrüßte Christian Braune als Vorsitzender des FDP-Stadtverbands am Donnerstagabend die rund 30 Gäste, die zum Bildungstalk „NRW braucht einen Bildungsspung!“ in das Haus Lersch nach Eschweiler gekommen waren.

Dagmar Göbbels, Organisatorin und Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen, freute sich ebenfalls über die vielen Teilnehmer, die zuvor noch nie bei einer Veranstaltung der FDP dabei waren.

Nach kurzen Einführungsstatements von Yvonne Gebauer, der Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Schule und Weiterbildung, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW und Marianne Schardt, ehemalige Schulleiterin der Pestalozzischule in Erkelenz und amtierende Bundesgeschäftsführerin des Verbandes Sonderpädagogik, begann eine lebhafte Diskussion unter den Gästen, Politikern und geladenen Fachleuten.

Hierbei zeigten die Anwesenden gleich zu Beginn der Veranstaltung ein besonderes Interesse beim Thema der schulischen Inklusion.

„Da wird die Inklusion per Gesetz verordnet und nach sechs Jahren Rot-Grün stehen wir vor einem bildungspolitischen Scherbenhaufen“, so Gebauer. Dabei haben wir ein so großartiges Schulsystem mit allen nur denkbaren Schulformen. Yvonne Gebauer fragte sodann, wie man den Lern- und Förderbedürfnissen aller Schüler gerecht werden könne, wenn sich diese in einem breiten Spektrum zwischen Hochbegabung und geistiger Behinderung bewegen. „Anstatt vernünftige Konzepte zu entwickeln, spielt Ideologie wieder die große Rolle - die Schulpolitik von Ministerin Löhrmann hat hier komplett versagt“, kritisierte die Freidemokratin.

Marianne Schardt machte im Laufe der Diskussion klar, dass es keine Alternativen zur sinnvollen Inklusion gäbe, bedauerte aber, dass in NRW die Inklusion zu Lasten des ehemals sehr gut ausgebauten Sonderschulsystems gehen. „Umso tragischer, dass viele Kommunen aufgrund der aktuellen Gesetzgebung ihre Förderschulen geschlossen, verkleinert oder zusammengelegt haben.“

Die UN-Konvention schreibt vor, dass Kinder nicht aufgrund von Behinderung von den allgemeinen Bildungssystemen ausgeschlossen werden dürfen und ein Recht auf eine qualifizierte und kostenlose Bildung in Primar- und Sekundarstufe haben. Dieses Recht sei in Deutschland seit vielen Jahren gewährleistet, da auch die Förderschulen ebenso zu unserem allgemeinen Bildungssystem gehören, wie die Regelschulen. In diesen Schulen gehe es darum, in kleinen Lerngruppen jedem Kind mit seinen eigenen individuellen Bedürfnissen und mit seinen eigenen individuellen Behinderungen gerecht zu werden – es auf seinen, den eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten angepassten Weg zu leiten und zu begleiten. Eine solche Schule erfordere aufgrund kleinerer Klassen mehr Personal und vor allem zusätzlich speziell ausgebildetes Personal, welches nicht nur Lehrstoff vermitteln sondern ebenso therapeutisch auf jedes einzelne Kind eingehen müsse.

„Während sich die Schulpolitik immer nur um die Schwächeren kümmert, werden leistungsstarke Schülerinnen und Schüler vernachlässigt. Hier muss ein Umdenken stattfinden“ pflichtete Yvonne Gebauer dem Einwand einer Lehrerin zu, die darauf hinwies, dass die Förderung hochbegabter Schüler nicht vergessen werden dürfe. Die heutigen Schulklassen seien viel zu groß, ein ordentlicher Face-to-Face-Unterricht sei nur bis zu einer Klassenstärke von ca. 20 - 25 Schüler möglich, so die junge Lehrerin.

Peter Silbernagel stieß mit seiner Äußerung in die gleiche Kerbe, wonach es geboten sei, Unterricht derart zu gestalten, dass alle Fächer ausreichend gelehrt werden können.

Den Einwand eines Besuchers, Schüler besser auf das Leben vorzubereiten und den Lehrplan entsprechend auf moderne Lehrmittel umzustellen, die den geänderten Lebens- und Lernmethoden gerecht werden, wollten weder Peter Silbernagel noch Yvonne Gebauer so stehen lassen. Der Schule obliege die Vermittlung eines guten Allgemeinwissens, dazu gehören alle Fächer, also auch Geschichte und die klassischen MINT-Fächer, so Peter Silbernagel.

Yvonne Gebauer ergänzte, dass man die Eltern nicht aus ihrer allgemeinen Erziehungspflicht entlassen dürfe. „Früher hat die Oma das Kochen beigebracht, heute gibt es für alles ein Youtube-Video“, hieß es aus dem Publikum. Lebenslanges Lernen muss eine Selbstverständlichkeit werden und allen Interessierten möglich sein“ gab Christian Braune zu Bedenken.

Einige Besucher gingen konkret auf Probleme bei den Berufskollegs ein, die der Bundestagskandidat der Freien Demokraten für den Kreis Aachen-Land, Frank Schniske, aufgriff. Der Berufsschullehrer verwies hierbei auf die wichtige Rolle der Berufskollegs bei der Berufsvorbereitung. „Die Landesregierung tut zu wenig für diese Schulform, lieber werden Lieblingsprojekte wie Sekundarschulen und die Gesamtschulen gefördert“. Dem stimmte auch Yvonne Gebauer zu und versprach, sich stärker für die Belange der Berufskollegs einsetzen zu wollen, wenn die rot-grüne Landesregierung am 14. Mai abgewählt wird.


Diskutierten in Eschweiler intensiv über Bildungspolitik: Peter Silbernagel vom Philologenverband NRW, Marianne Schardt vom Verband Sonderpädagogik, Yvonne Gebauer, Landtagsabgeordnete der FDP sowie Anke Göbbels und Dr. Werner Pfeil, beide Landtagskandidaten der FDP aus den Kreisverband Aachen-Land (v. l.). Foto: Stefan Steins

Liberale Frauen Köln

In diesem Jahr stand die alljährliche Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Rathaus der Stadt Köln unter dem Motto „ Sichtbar – Hörbar - Wehrhaft : Starke Frauen in einer offenen Stadt“.

Unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab es erneut einen „Markt der Möglichkeiten“, in dem sich die vielfältigen Kölner Frauenorganisationen präsentierten, so auch die Liberalen Frauen Köln. Darüber hinaus stellte sich Frau Dagmar Dahmen, seit Anfang des Jahres die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln, in ihrer neuen Position vor.

Auch wenn schon viel erreicht ist auf dem Weg zur Gleichberechtigung, eine tatsächliche Gleichstellung im täglichen Leben ist noch lange nicht selbstverständlich. So gibt es nach wie vor täglich offenen und verdeckten Sexismus, körperliche An – und Übergriffe auf Frauen und Anfeindungen im Netz.

Das Motto sollte als Motivation für Frauen verstanden werden, sich nicht zu verstecken, ihre Stimme zu erheben und Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Wie schon in den vergangenen Jahren repräsentierten die Liberalen Frauen Köln, vertreten durch die Vorsitzende Dr. Annette Wittmütz und die Landesvorsitzende der Liberalen Frauen NRW Bettina Houben und unterstützt durch die Kreisvorsitzende Yvonne Gebauer, MdL, sowie durch Stefanie Braun und Amila Radoch-Hamzic, auf dem Markt der Möglichkeiten die Freien Demokraten und standen für zahlreiche Gespräche zur Verfügung.

Libellen DortmundThemenabend der Lib'ELLEn Dortmund am 23.03.2017 in Dortmund

Referent: Frieder Löhrer, Unternehmensberater

Der Referent, Frieder Löhrer, hat Musik, Maschinenbau und BWL studiert, ist vielseitig interessiert und bezeichnet sich als Wanderer, weniger als Kletterer. Für ihn sind Touren durch die Berge kraftspendende Übungen im Leben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er sich der Herausforderung gestellt hat, diesen besonderen Berg – den Kilimandscharo – zu besteigen. Mit einem Bildvortrag wird er uns an diesem Erlebnis teilnehmen lassen.

Der Lib'ELLEn-Themenabend findet statt am Donnerstag, dem 23.03.2017, ab 19.30 Uhr (Einalss ab 19 Uhr) im Mercure Hotel Dortmund Centrum (ehemals Park Inn Hotel Olpe 2, Dortmund Mitte). Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters sind mit ihren Fragen und Diskussionsbeiträgen herzlich willkommen. Deshalb können Sie diese Einladung gern auch in Ihrem Bekanntenkreis weitergeben. Bitte melden Sie sich per Telefon unter 0231 / 551110 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Mitverantwortlich für die Themenabende: Liberale Frauen, Kreisverband Dortmund

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Liberale Frauen Aachen-Land

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 10.02.2017

Eschweiler. Die liberalen Frauen im Kreis Aachen-Land, hauptsächlich aber Teilnehmerinnen aus Eschweiler, haben eine Einladung von den beiden Mitgliedern des Landtags, Yvonne Gebauer und Angela Freimuth, angenommen und somit die Möglichkeit wahrgenommen, den Landtag in Aktion zu erleben.

Nicht nur die Architektur mit ihren hellen Arbeitsräumen und dem Blick auf den Rhein faszinieren, die Arbeitsweise, der Sitzungskalender und die Vielzahl der Ausschüsse gaben ein guten Eindruck von der Arbeit der Abgeordneten. Als Höhepunkt konnten die Teilnehmer der Exkursion von der Besuchertribüne aus die heftige Diskussion im Plenarsaal zum Fall Amri zwischen Innenminister Jäger, den Regierungsparteien und der Opposition live mitverfolgen. Wie ihnen erklärt wurde, verlaufe längst nicht jede Sitzung im Plenarsaal so kontrovers und emotionsgeladen.

Geplant war, dass der Besuch nach einer Stunde im Plenum und einer Gesprächsrunde gemeinsam mit den beiden Landtagsabgeordneten und anschließendem Kaffee und Kuchen beendet sein würde. Allerdings hatte die Gruppe das Glück, dass in der Besuchergruppe knapp 15 Mädchen verschiedenster Altersstufen, mit und ohne Migrationshintergrund zusammen trafen. Sie wurden von der Koordinatorin Sabine Osbelt im Namen des Vereins „Lobby für Mädchen“ eingeladen, die ebenfalls mit einer Gruppe Mädchen aus Köln zu Besuch war.

Austausch mit Flüchtlingen

Zu Beginn übersetzte eine Dolmetscherin die Fachbegriffe. In der späteren Diskussion trauten sich die jungen Mädchen, auf Deutsch Fragen zu stellen, obwohl sie seit weniger als einem Jahr in Deutschland leben und nach ihrer Ankunft sehr lange auf einen Platz in den begehrten Sprachkursen warten mussten. Diese Mädchen und jungen Frauen stammen hauptsächlich aus Syrien und dem Irak und haben das Ziel, soviel wie möglich über das Land, die Leute und die Sprache zu lernen. Der Kölner Verein versucht, sie zu unterstützen und ihnen neben Beratungsarbeit einen Raum für Freizeitgestaltung zu bieten.

Während der Kaffeepause erfuhren die Eschweiler viel über die momentane Lebenssituation der Flüchtlingsmädchen. Einige von ihnen wohnten mit ihren gesamten Familien seit neun Monaten in Turnhallen und vollkommen ohne Privatsphäre. Dort lebten 200 Personen mit zu wenigen Duschen und ohne Kochmöglichkeit. Angela Freimuth erklärte, dass in ihrem ländlichen Wahlkreis Wohnungen und Arbeit bereitständen, aber die Bürokratie lasse einen Wohnortwechsel nicht zu.

Uns wurde schnell klar, dass sich der Einsatz zur Integration vieler Familien aus den Kriegsländern lohnt.

Besuchergruppe im Landtag NRW