Liberale Frauen Aachen-Land

Andrea Wolff aus Langerwehe übernimmt Vorsitz der Liberalen Frauen

In der turnusmäßigen Mitgliederversammlung der Liberalen Frauen im Bezirk Aachen wurden am 16. November 2017 Neuwahlen durchgeführt. Diese wurden durch den Wegzug der ehemaligen Vorsitzenden Petra Müller nach Berlin sowie personellen Veränderungen im Vorstand notwendig. Mit Andrea Wolff aus Langerwehe haben die Liberalen Frauen im Bezirk Aachen eine engagierte Vorsitzende gefunden, die viele gute Pläne und Ideen mitbringt und mit ihrem Team neue Wege beschreiten will. Ihr zur Seite stehen Katharina Kloke, MdB aus Düren und Dagmar Göbbels aus Eschweiler als stellvertretende Vorsitzende.

Vor den Wahlgängen blickte die kommissarische Vorsitzende, Dagmar Göbbels, zurück auf die vergangenen drei Jahre. Sie berichtete von zahlreichen, meist gut besuchten Veranstaltungen und Aktivitäten der Liberalen Frauen, wie beispielsweise der Besuch einer Synagoge und einer Moschee, die Besichtigung des Kraftwerks Weisweiler aber auch Diskussionsrunden zu aktuellen Themen wie TTIP, Privatschulden oder Frauen im Handwerk. Die aktive Wahlkampfunterstützung der Liberalen Frauen stand dabei im Mittelpunkt des Jahres 2017.

Zwischen den Wahlgängen sprach die Gastrednerin, Frau Andrea Simon, über ihre Arbeit am Alsdorfer Berufskolleg. Seit etwa 20 Jahren ist sie als Schulsozialarbeiterin für die Beschäftigungsinitiative Sprungbrett Aachen tätig und wusste daher einen interessanten Vortrag über ihre tägliche Arbeit mit den Berufsschülern zu geben. Ihr Tenor: Schüler sind heutzutage nicht mehr so selbstständig, wie sie es früher einmal waren. Sie benötigen viel mehr Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen, Hilfestellung in der Berufsfindungsphase aber auch Anleitung in einfachen Dingen des täglichen Lebens.

Andrea Simon hat bei all ihrer schwierigen Arbeit allerdings den Vorteil, keine Noten vergeben zu müssen. Einen Leistungsdruck, wie Lehrer ihn erzeugen, gibt es bei ihr nicht, weshalb oftmals ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen ihr und den Schülern besteht. Entgegen den landläufig bekannten Vorurteilen und Schwierigkeiten mit geflüchteten Jugendlichen berichtete sie von Schülern mit großer Lernbereitschaft und starkem Willen, sich in unserer Gesellschaft zu integrieren. Natürlich erschwert die Sprachbarriere eine Berufsausbildung, auch wenn die Flüchtlinge über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügen.Für die Schulsozialarbeiterin sind klare Regeln das A und O für gutes Zusammenarbeiten. Selbstverständlichkeiten, wie das Einhalten von Terminen oder das Mitführen von Arbeitsutensilien, sind in ihren Augen ebenso wichtig, wie gute Umgangsformen untereinander.

In den Vorstand des Bezirksverbands Aachen wurden außerdem gewählt: Doris Weßels als Schriftführerin, Marion Sebbesse als Schatzmeisterin und Ruth Ebeling, Irene Seeger, Vanessa Meller und Peggy Kohlhaas zu Beisitzerinnen.

Im Dezember wollen die Liberalen Frauen das erfolgreiche Jahr mit einem Besuch des Weihnachtsmarktes auf Schloss Merode zünftig bei Glühwein und leckeren Spezialitäten ausklingen lassen.

Neuer Bezirksvorstand Aachen

Liberale Frauen

Die nächste Mitgliederversammlung der Liberalen Frauen findet am Samstag, dem 25. November 2017, von 13.00 - 17.00 Uhr im Kickers Clubrestaurant, Königsträßle 58 in Stuttgart-Degerloch statt.

Die Mitgliederversammlung ist eine Vollversammlung, jedes Mitglied der Liberalen Frauen ist also stimmberechtigt. Der Bundesvorstand würde sich freuen, wenn möglichst viele Mitglieder an dem Treffen teilnehmen würden.

Die Einladung mit der vorläufigen Tagesordnung kann hier angesehen und heruntergeladen werden:

Libellen Dortmund

Auf Einladung von Dorothée Schöttling, Pfarrerin der evangelischen Friedenskirche St. Dionysius in Dortmund Kirchderne, besuchten die Libellen eine Ausstellung mit dem Titel: Frauen fo(e)rdern Reformation.

Frau Schöttling informierte in einem sehr spannenden Referat, unter welchen Bedingungen die engagierten und durchaus gebildeten Frauen des Mittelalters dagegen kämpften, nicht ausschließlich ein Teil der Gemeinde sein zu wollen und religiöses Wissen nur in der Familie weitergeben zu dürfen. Es galt damals als festes Gesetz, dass sich Frauen in der Öffentlichkeit nicht äußern, geschweige denn predigen durften.

Neben Luthers Frau, Katharina von Bora, haben auch andere Frauen die Reformation entscheidend beeinflusst. Vorgestellt wurden Argula von Grumbeck, Katharina Zell-Schütz und Elisabeth Cruciger, die aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten stammten. Die Zeit der Reformation verbesserte zwar die Situation der Mädchen und Frauen in Bezug auf die Grundbildung, unter Luther sollten alle Kinder Zugang zur schulischen Erziehung erhalten, aber exzellente Bildung mit z.B. Latein-Unterricht gab es nur in den Nonnenklöstern, die in der Reformationszeit zum großen Teil geschlossen wurden.

Es sollte sehr lange dauern, bis Frauen das Amt der Pfarrerin ausfüllen durften, meist waren sie nur Gottesdiensthelferinnen. Erst seit 1974 (!) gibt es gleiche Rechte für Frauen in der Theologie. Dennoch ist auch heute noch die „gläserne Decke“ für Kirchen-Frauen vorhanden, die Karrieren in hohen Ämtern sehr schwierig macht. Der Anteil von Pfarrerinnen und Pfarrern ist allerdings ziemlich ausgeglichen, in Dortmund arbeiten zur Zeit ca. 50% Prozent Frauen und 50% Männer. (Monika Ingendorf)

Libelle-Mitglieder beim Vortrag in der Dionysius-Kirche

Libellen Dortmund

Über seine Arbeit zum Thema „Freiheit“ in den Printmedien referierte Thomas Roessing am 31.08.2017 beim Themenabend der Lib`ELLEn Dortmund: „Der Freiheitsindex Deutschland wird seit 2011 jährlich vom John-Stuart-Mill Institut für Freiheitsforschung (http://www.mill-institut.de) erhoben. Der Index besteht aus repräsentativen Bevölkerungsumfragen zu Themen der Freiheit, die das Institut für Demoskopie in Allensbach anfertigt und einer Medieninhaltsanalyse, die an der Universität Mainz entwickelt wurde und seit 2016 vom der Medienagentur MCT in Dortmund (www.mct-dortmund.de) erstellt wird.

 Thomas RoessingBezugspunkt für die Indexbildung ist eine angenommene ausgewogene Berichterstattung in der die Hälfte der Beiträge die Perspektive der Freiheit einnimmt und die andere Hälfte die Perspektive der jeweiligen Gegenkonzepte Verbot, Gleichheit und Zwang. Dieselbe Logik wird bei den Umfrageergebnissen verwendet. Beispiele:
• 60 % der Befragten sind gegen Verbote: Indexwert +10
• 38 % der untersuchten Medienbeiträge sind für Selbstbestimmung: Indexwert -12

Der Freiheitsindex Deutschland entsteht, indem der Mittelwert der folgenden Teil-Indexwerte berechnet wird:#
• Befragung zum gesellschaftlichen Wert der Freiheit (Ist jeder seines Glückes Schmied? Freiheit oder Gleichheit? Ruf nach Verboten),
• Befragung zum individuellen Freiheitsgefühl (Befragte, die sich sehr frei fühlen und Anteil der Befragten, die meinen, dass man in Deutschland seine politische Meinung frei äußern kann)
• Medienindex (Mittelwert aus der Berichterstattung über Verbot vs. Selbstbestimmung, soziale Mobilität und Gleichheit vs. Freiheit)

Der bisher niedrigste Wert des Freiheitsindex Deutschland wurde 2014 beobachtet: -7. Das lag insbesondere an dem sehr niedrigen Medien-Index (-38). 2016 lag der Gesamtindex erstmals im positiven Bereich, wenn auch mit +0,33 nur knapp.“ (Zusammenfassung durch Thomas Roessing, Communication & Mass Media Researcher beim John-Stuart-Mill Institut, verantwortlich für die Medieninhaltsanalyse)

Am Ende der interessanten Veranstaltung beantwortete Herr Dr. Roessing die Fragen der zahlreichen Teilnehmer und wies darauf hin, dass am 12. September 2017 der Freiheitsindex 2017 den Medien vorgestellt wird.
(Anmerkung: inzwischen erschienen bei Humanitas Online, ISBN 978-941743-69-4)

Besucher bei der Veranstaltung Freiheitsindex Deutschland

Lobby für Mädchen e.V.

Seit 2012 wird der 11. Oktober als Welt-Mädchentag gefeiert. Die Vereinten Nationen wollen damit auf die weltweit vorhandenen Benachteiligungen von Mädchen hinweisen. Der LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. hat seit dem 11. Oktober 2012 verschiedene Aktionen zum Welt-Mädchentag gemacht – vom Gespräch mit Kölner PolitikerInnen über einen Fachtag hin zur sehr erfolgreichen Aktion auf der Schildergasse und mehr.

In diesem Jahr lädt der Verein herzlich von 15-20 Uhr in seine Geschäfts- und Beratungsstelle (Fridolinstraße 14, Köln) ein. Dort wird mit dem Film „Mädchen haben eine Stimme“ ein Beitrag zum Thema Partizipation vorstellen. Der Verein hat Mädchen, die sein Mädchenzentrum besuchen, gefragt, was ihnen wichtig ist, was sie verändern würden, was sie beschäftigt.

Präsentiert wird erstmals auch die Wissen-Seite, die Fragen, die Mädchen und junge Frauen immer wieder bei uns einbringen, aufgreift und auf www.maedchenberatung-koeln.de ausführlich beantwortet. Ein Angebot für die, die nicht anrufen, mailen oder vorbeikommen wollen.

Und bei Kaffee/Tee & Gebäck kann am Welt-Mädchentag alles gefragt werden, was man schon immer über Lebenslagen von Mädchen und jungen Frauen – hier und heute und über die Arbeit des Vereins wissen wollten!

www.lobby-fuer-maedchen.de | www.facebook.com/LobbyfuerMaedchen

Liberale Frauen Rhein-Berg

Engagierte Frauen mit unterschiedlichen Berufen, unterschiedlichem Alter und unterschiedlichem politischen Background fanden sich bei der Gründungsversammlung am 14. September 2017 zusammen. Aber mit EINEM Interesse: Die Themen und Herausforderungen, die verstärkt Frauen – uns selber und andere – betreffen und die sehr viel mit unserer besonderen Konstellation zu tun haben, zu bündeln und anzupacken: Überall in unserem Gesellschaft - in der Ausbildung, im Beruf, bezüglich der Rente. In der Familie, in den Unternehmen, in der Kultur und auch in der Politik. Die Parteizugehörigkeit ist nicht wichtig. Entscheidend ist eine liberale Vorstellung davon, wie es in unserer Gesellschaft zugehen sollte!

Liberale Frauen Aachen-Land

„Da wo ich herkumm, weede Wolke jemaht!“ Inspiriert durch das Karnevalslied des letzten Prinzen konnte die Besuchergruppe um die Liberalen Frauen des Bezirks- und Kreisverbandes Aachen die Wolkenbildung vom Dach des Kraftwerkes Weisweiler hautnah miterleben.

Vorangegangen war ein interessantes Referat von dem stellvertretenden Leiter des Kraftwerks Herrn Max Bernrath über die Notwendigkeit der traditionellen Energieproduktion neben den erneuerbaren Energien. Diese stehen nicht regelmäßig zur Verfügung. Unsere moderne Industriegesellschaft braucht aber zu jeder Zeit elektrischen Strom und in ausreichender Menge. Wir hatten im Januar dieses Jahres z.B. eine Woche, in der die konventionellen Kraftwerke 97% und die erneuerbaren 3% geliefert haben. Also nur mit Strom und Wind wäre das Licht ausgegangen.

Der Landtagsabgeordnete der FDP Stefan Lenzen und die FDP-Bundestagskandidaten Katharina Kloke (Düren) und Frank Schniske (Kreis Aachen) konnten sehr viele Hinweise an die Politik mitnehmen, um eine regelmäßige Stromversorgung zu gewährleisten. Probleme bereiten nach wie vor die fehlenden Speichermöglichkeiten. Hier wäre es angesagt, vorrangig Fördergelder in die Forschung neuer Speicherelemente zu stecken.

Der Vorsitzende des Personalrats Herr Michael Lehmann berichtete über die hervorragenden Ausbildungschancen mit Übernahmegarantie. Man investiert in die Jugend für die Zukunft. In allem klang die Begeisterung für den Standort Weisweiler nach 2030 mit, allerdings mit anderen Aufgabenfeldern. Der Standort darf kein Auslaufmodell zu sein.

Nach 2stündiger Diskussion mit FDP- und Nicht-FDP-Mitgliedern folgte eine nochmals 2stündige Führung in alle Bereiche des Kraftwerks „von der Sohle bis zum Dach“. Ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen, roten Kitteln, grünen Helmen und Kopfhörer marschierte die Gruppe an Turbinen vorbei, ließ sich die Monitore in hochmodernen Leitständen erklären, stieg durch trockene, staubige Hitze in den Kesselhäusern hinauf bis auf das Dach, wo Weihnachten der riesige Baum leuchtet.

Es blieb nur noch einen großen Dank an Max Bernrath und Michael Lehmann auszusprechen für den hochinteressanten informativen Nachmittag.

Kraftwerksbesuch

Plakat zum Frauenförderprogramm der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit
Detailinformationen zum Förderprogramm gibt es im anhängenden PDF!

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