Portrait der Liberalen Frauen

Liberale Politik braucht Frauen – und eine Lobby für Frauen!

 

„Wer die Welt bewegen will, sollte sich erst selbst bewegen.“ Sokrates

Diese Weisheit Sokrates durchzieht das Programm der Liberalen Frauen und spricht damit Frauen an, die sich den politischen Zielen der Liberalen verbunden fühlen und die sich
innerhalb der FDP gesondert vernetzt sehen möchten.

Organisation der Liberalen Frauen

Die Gründung der Liberalen Frauen erfolgte als Bundesverband 1990. Seit 1994 gehört die Bundesvereinigung offiziell zur "Familie" der Vorfeldorganisationen der FDP. Landesverbände folgten danach entsprechend der Satzung.

Der Landesverband der Liberalen Frauen NRW gliedert sich z.Zt. in 9 Bezirksverbände und 2 Kreisverbände. Die Bezirksvorsitzenden der Liberalen Frauen werden in die FDP-Bezirksvorstände der Partei und die Landesvorsitzende in den FDP-Landesvorstand jeweils nach Beschluss dieser Gremien kooptiert.

Im Rahmen der Satzung der Liberalen Frauen NRW sind die Bezirksverbände der Liberalen Frauen eigenständig und gestalten ihre Arbeit in eigener Verantwortung selbst.
Am 19. Januar 2013 haben die Liberalen Frauen NRW einen neuen Vorstand gewählt und Frau Petra Müller MdB in ihrem Amt als 1. Vorsitzende bestätigt.

Vernetzung

Der Landesverband der Liberalen Frauen NRW, in der sich auch Frauen ohne Mitgliedschaft in der FDP organisieren können, setzt sich seit seiner Gründung für eine faire Debatte in allen einschlägigen politischen und gesellschaftlich relevanten Fragen im Umgang miteinander ein, betont aber auch gleichzeitig, dass dies keine Einbahnstraße sein darf und kann.

Die Liberalen Frauen vernetzen sich verstärkt mit den anderen Vorfeldorganisationen der Partei und streben weiterhin flächendeckend in NRW ein tragfähiges Netzwerk für politische Auseinandersetzungen in den unterschiedlichen Themenbereichen mit ihnen an.

Zu den Ansprechpartnern gehören u.a. die Julis, die Liberalen Senioren, die Liberalen Ärzte, die Liberalen Rechtsanwälte, die Liberalen Schwulen und Lesben, der Liberale Mittelstand, die Liberale Türkisch-Deutsche Vereinigung, die Liberalen Schüler, die Liberale Hochschulgruppe, die Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker.

Auch mit den anderen der FDP nahe stehenden Organisationen in NRW - Liberales Netzwerk, Liberale Frauenforen Lib’elle Düsseldorf, Li’belle Dortmund, Liberales Frauenforum Ratingen, Friedrich-Naumann-Stiftung organisieren die Liberalen Frauen Veranstaltungen, Diskussionen und Tagungen.

Die Liberalen Frauen stellen Kontakte zur Kommunal-, Landes- und Bundesebene her und fördern und unterstützen Frauen in Notsituationen oder bei ihren zielorientierten Aktivitäten durch Beratungen, Ansprache und effektive Hilfeleistung. Hierbei sind die jeweiligen Lebenssituationen entscheidend.

Programmatische Ausrichtung

Die zielbewusste Einbeziehung von Frauen an liberal-demokratischen Prozessen sowie die Stärkung des Bewusstseins des Stellenwertes von Frauen in der Politik beinhaltet das Programm der Liberalen Frauen.

Während des mittlerweile unermüdlichen Engagements haben die Liberalen Frauen immer wieder auf die notwendige Beteiligung der Frauen auch in der Politik der FDP hingewiesen. Für sie reicht es nicht, die Förderung der Frauen und deren Aufstieg in Führungspositionen ständig in Parteiprogrammen oder Flyern zu fordern, es muss sich für sie auch in der tatsächlichen politischen Arbeit niederschlagen. Eine unaufgeregte Auseinandersetzung in den einzelnen Gremien der Partei über eine verstärkte Ansprache von Frauen und Aufforderung zur Mitwirkung interessierter Frauen sollte aus ihrer Sicht zur Tagesordnung gehören.

Zu den Parteitagen entsenden die Liberalen Frauen Delegierte, artikulieren sich auf Stadtparteitagen, Kreisparteitagen, Bezirksparteitagen, sind in den Vorständen auf kommunaler Ebene wie Kreisebene vertreten und in einigen Kommunen als Vorsitzende von Orts- oder Kreisverbänden oder Fraktionen für die Partei tätig.

Im Moment sehen die Liberalen Frauen mit Sorge, dass der Frauenanteil insgesamt auf den politischen Entscheidungsebenen und in den Kreisverbänden und Ortsverbänden der FDP abnimmt, z. T. auch an den Listenaufstellungen zu den Wahlen erkennbar.

Weibliche Abgeordnete in Bund und Land unterstützen die Arbeit der Vorfeldorganisation der Liberalen Frauen durch ihre Mitgliedschaft und durch ihr Engagement in den Vorständen. Sie bereichern durch ihre Kompetenz die Versammlungen, die von den Liberalen Frauen in den einzelnen Bezirken organisiert werden und verschaffen sich durch ihre inhaltlich fundierten Beiträge in den Diskussionen auf den Podien Respekt und Anerkennung.

Eingebunden sind die Liberalen Frauen auch bei der Gestaltung der Neumitgliederkongresse und der Parteitage, wenn dies von den Veranstaltern gewünscht ist. Die Liberalen Frauen kooperieren mit dem Landesfachausschuss Gender Politik und können somit die Diskussion um die Stellung der Frauen in der FDP und die Auseinandersetzung um die Einflüsse des Gender-Mainstreaming-Prinzips auf politische Entscheidungen wie gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleiten und Akzente setzen. Sie legen in dieser Betrachtung Wert auf die Betonung der Sichtweise von der Gleichwertigkeit von Frau und Mann und lehnen grundsätzlich eine einseitige Bevorzugung einer Bevölkerungsgruppe ab.

Thematisch beschäftigen sich die Liberalen Frauen u.a. mit folgenden Schwerpunkten:

- Aufstieg und Erfolg von Frauen in Führungspositionen
- Anliegen von Existenzgründerinnen und Selbstständigen
- Ehegattensplitting versus Familiensplitting
- gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit
- Werbung für einen größeren Frauenanteil in der FDP
- pro und contra Frauenquote
- politischen Akzentsetzungen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Unterstützungsmöglichkeiten für kritisch gewordene Beschäftigungsverhältnisse
- Bildungsanforderungen im Allgemeinen und für Bürgerinnen und Bürger mit
  Migrationshintergrund
- Auswirkungen der Umsetzung der Inklusion auf das Kindeswohl unter
  Berücksichtigung der Wünsche der betroffenen Eltern.