Liberale Frauen Bezirksverband Aachen

Der Bezirksverband Aachen lädt am Samstag, dem 16.02.2019, gleich zu zwei Besuchen ein:

Um 10 Uhr besuchen die Liberalen Frauen gemeinsam mit dem FDP-Landtagsabgeordneten den Verein Aix-la-Sports in die Elisabethhalle in Aachen. Der Verein kümmert sich um Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus ihrer Heimat fliehen mussten. Sie haben hier im Verein die Möglichkeit, schwimmen zu lernen und sich selbst zu Schwimmlehrern/innen ausbilden zu lassen. Zudem sind die Geschäftsführerin, Frau Christina Weber, und ihr Team ein Ansprechpartner für alle Sorgen und Nöte. Sie begleiten die oft traumatisierten und teilweise alleinstehenden, minderjährigen Jugendlichen zu Ämtern, helfen bei den Hausaufgaben und kümmern sich um Ausbildungsplätze. Über die sehr gute Integrationsarbeit möchten wir uns gemeinsam mit Stefan Lenzen, zuständig für Arbeit, Soziales, Integration und Flüchtlinge, mit dem Team von Aix-la-Sports austauschen.

Am gleichen Tag um 14 Uhr lädt der Kreisverband Aachen-Land zum Besuch der Produktionsschule Eschweiler (triple-fACtory, 7 Träger, 4 Standorte, 1 Ziel) ein. In einer kreativen Lernumgebung können sich junge Menschen als Orientierung über die Produktion von Waren und Dienstleistungen beruflich orientieren und ausprobieren. Die Produkte und Dienstleistungen werden vermarktet, um eine möglichst realistische Lernumgebung zu ermöglichen. Gleichzeitig kann der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10, sowie der Realschulabschluss erworben werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der low-tec-Einrichtung werden an diesem Tag zur Verfügung stehen, um dem Liberalen Frauen und dem FDP-Landtagsabgeordneten Stefan Lenzen vor Ort die Arbeit dieser Einrichtung zu präsentieren.

Für beide Veranstaltungen nehmen die Bezirksvorsitzende Andrea Wolff (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) sowie die Kreisvorsitzende Dagmar Göbbels (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Anmeldungen entgegen. Die Einladungen mit allen Details sind hier zu finden:

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Die Liberalen Frauen wünschen ein schönes Weihnachtsfest!
Wir freuen uns Sie im nächsten Jahr wieder auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.
Vielen Dank an die zahlreichen Unterstützer/innen.
Kommen Sie gesund ins neue Jahr.

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

LIBERALE FRAUEN zu Besuch bei Aix-la-Sports e.V.

Aachen. Beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe beim Betreten der Elisabethhalle in Aachen nicht nur von den imposanten Marmorsäulen im Foyer, sondern auch von dem regen Schwimmbetrieb, der am vergangenen Samstag dort herrschte. Die Liberalen Frauen des Kreisverbandes Aachen hatten dorthin eingeladen, um die Tätigkeit des Vereins „Aix-la-Sports“ näher kennenzulernen und insbesondere die Erfolgsgeschichte des mehrfach ausgezeichneten Vereins zu erfahren.

Aix-la-Sports e.V. engagiert sich seit 2015 in der Flüchtlingsarbeit, speziell im Bereich der Nichtschwimmerausbildung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Sport der Stadt Aachen und den Jugendhilfeeinrichtungen statt.

Christine Weber, Geschäftsführerin des Vereins, gab zu Beginn einen Überblick über die Herausforderungen bei der Integrationsarbeit im Schwimmsport. Besonders junge Flüchtlinge, die einen langen und schweren Weg über See hinter sich haben, leiden oft an traumatischen Erlebnissen. Hier erfordert es viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, um Zugang zu den entwurzelten Kindern und Jugendlichen zu bekommen und Vertrauen aufzubauen. Für diese besondere Flüchtlingsarbeit musste Christine Weber sich zunächst einmal psychologisches Fachwissen aneignen. Wegen der tiefen Ängste dieser Menschen sind unerwartete Reaktionen oft nicht vorhersehbar, hier gelte es ruhig und besonnen zu handeln. So schilderte sie ein Ereignis, bei dem ein geübter Schwimmer ganz plötzlich unterging, weil er im Wasser ein Déjà-vu erlebte.

Ein Großteil der Flüchtlinge sei Nichtschwimmer, vorwiegend die Mädchen. „Wenn man bedenkt, dass viele Mädchen hier zum ersten Mal einer sportlichen Aktivität nachgehen, wundert es nicht, dass sie länger brauchten als die Jungen“, weiß Christiane Weber. Manche von ihnen seien noch nie in ihrem Leben in einem Schwimmbad gewesen. Jungen und Mädchen werden anfangs getrennt unterrichtet, wie es in diesen Kulturen üblich ist, Burkinas seien erlaubt aber keine Kopftücher, denn diese seien im Wasser zu gefährlich.

Ebenso engagiert wie Christine Weber ist ihr Mann Rolf als erster Vorsitzender des Vereins. Unter seiner Begleitung durften die Besucher sich in der Empore des Schwimmbades umsehen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die kunstvoll gestaltete Jugendstil-Schwimmhalle genießt. In vier Kursen werden junge Flüchtlinge verschiedener Altersstufen ab 5 Jahren unterrichtet, wobei ein solcher Kurs in der Regel über einen Zeitraum von 28 Stunden geht. Am Ende muss frei geschwommen werden, um den Kurs erfolgreich zu beenden, ansonsten wird solange weiter trainiert, bis das Ziel erreicht ist. Es ist auch möglich, das Seepferdchen- und das Bronzeabzeichen abzulegen. Nach der Schwimmausbildung steht den Jugendlichen auch frei, den öffentlichen Bereich des Schwimmbades zu nutzen und dort Kontakte zu knüpfen.

Sprachprobleme gibt es übrigens keine, denn von den ehemaligen Schülern konnten einige als ehrenamtliche Trainer „rekrutiert“ werden, die zusammen über 15 verschiedene Sprachen beherrschen. Besonders talentierte und sprachbegabte Jugendliche haben die Möglichkeit, als Schwimmlehrer ausgebildet zu werden, um dann im Verein aktiv als Trainer tätig werden.

Christine Weber sprach schließlich auch die schwierige Finanzierung des Projekts an, die ihr zunehmend Sorge bereite. So opfere sie persönlich viel Freizeit mit dem Erkunden und Beantragen von finanziellen Fördermöglichkeiten, um den großen Erfolg der Integrationsarbeit nicht zu gefährden. (StS)

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

LIBERALE FRAUEN zu Besuch in der Roda-Schule

Herzogenrath."Miteinander Leben Lernen", so lautet das Leitbild der Roda-Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen soweit wie möglich zur Selbständigkeit und zu sozialer Integration zu führen. Auf Einladung der Liberalen Frauen im Kreisverband Aachen, konnten sich die Teilnehmer vor Ort über die speziellen Fördermöglichkeiten an der Ganztagsschule informieren.

Andrea Pfeiffer, stellvertretende Schulleiterin, berichtete in ihrem einleitenden Vortrag u.a. über die besonderen Lernmethoden, wie z.B. Freiarbeit als Form des Offenen Unterrichts, die selbstgesteuertes Lernen ermöglicht. Für etwa 170 Schülerinnen und Schülern stehen über 60 Personen aus verschiedensten Berufsgruppen, von Sonderpädagogen, Krankenschwestern, Schulsozialarbeiter bis Bundesfreiwillige für Unterricht, Betreuung und Pflege zur Verfügung.

Es gibt keinen Notendruck, man ist sehr frei in der Gestaltung des Unterrichts und der individuellen Förderung, auch Lehrmaterialien werden von den Lehrkräften selbst entwickelt. Es gibt keine klassischen Schulklassen, sondern Stufen, von der Vorstufe über die Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe bis zur Berufspraxisstufe. Letztere vermittelt praktische Fähigkeiten, die einen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen soll. Die Schüler beenden ihre Schulzeit mit 18 Jahren und werden teilweise auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt. In der Regel erhalten die Schulabgänger eine Arbeitsstelle bei dem Caritasverband in der Städteregion oder bei der Lebenshilfe im Stadtgebiet Aachen. Glücklicherweise stellen vereinzelt auch Betriebe auf dem ersten Arbeitsmarkt Menschen mit Behinderung oder Einschränkung ein, allerdings oft auch mit Unterstützung durch die Wohlfahrtverbände.

Snoezelraum

Nach dem einleitenden Gespräch wurde die Besuchergruppe durch das Schulgebäude geführt. Neben den Klassenräumen, die mit speziellen Lernmaterialien ausgestattet sind, durfte die Gruppe einen Blick in die Backstube, die Wäscherei und den sogenannten Snoezelraum werfen, der zur Entspannung dient. Viele Tätigkeiten, die für uns selbstverständlich sind, stellen diese Schüler vor eine große Herausforderung, wie etwa das Eindecken des Frühstücktisches. In der hauseigenen Bäckerei erklärte Andrea Pfeiffer die Lernmethoden an folgendem Beispiel: Ein Schüler muss vor dem Frühstück für jede Schülergruppe die Anzahl der benötigten Brötchen aus verschieden Sorten ermitteln, in der Backstube bestellen und in der Klasse den Schülern zuordnen.

Es gibt noch immer kontroverse Diskussionen zum Thema schulische Inklusion. Können Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung an Regelschulen inklusiv beschult werden? Die Liberalen Frauen im Kreisverband Aachen bezweifeln das. Denn viele Regelschulen verfügen noch nicht über die notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen um allen Kindern die gleichwertige Teilhabe zu ermöglichen. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Selbstverwirklichung auch wenn es auf Grund einer Behinderung oder wegen einer Lern- oder Entwicklungsstörung besondere Unterstützung benötigt. Daher ist es wichtig, die Wahlfreiheit zwischen Regel- und Förderschulen in der Städteregion zu erhalten. Die Schließung von Förderschulen dient nicht dem Wohl unserer Kinder. An der Roda-Schule ist die Zahl der Schüler in den letzten Jahren sogar gestiegen und man beklagt dort mittlerweile Platznot. Die zentrale Lage der Schule und die Anbindung zum ÖPNV erweist sich als Standortvorteil und so nimmt man die räumliche Enge billigend in Kauf.

Wer sich selber ein Bild von der Roda-Schule machen möchte, hat dazu die Möglichkeit am 9. Dezember 2018 beim Tag der offenen Tür. (StS)

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

Der Kreisverband Aachen-Land lädt im November zu zwei Besuchen ein:

Am 15. November um 15 Uhr findet ein Besuch der Roda-Schule in Herzogenrath statt. Die Roda-Schule ist eine Förderschule für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Da seit Jahren die Diskussion über die Beschulung junger Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen an allgemeinbildenden Schulen oder in besonderen Förderschulen die Gemüter erregt, wollen die Mitglieder des Kreisverbandes sich ein eigenes Urteil bilden, indem sie die Förderschule und das dazugehörige Konzept kennenlernen. Um eine Anmeldung wird bis zum 09.11. gebeten.

Der zweite Besuch führt den Kreisverband am 24. November um 10 Uhr zum Verein Aix-la-Sports in die Elisabethhalle in Aachen. Der 2015 gegründete Verein wurde für seine Arbeit schon mit diversen Preisen belohnt. Mit knappen Worten könnte man sagen, er bringt Nichtschwimmern das Schwimmen bei. Es steckt aber viel mehr dahinter, so dass die Nele-und-Hans-Bittmann-Stiftung die Arbeit unterstützt. Es wurden in Kursen fortlaufend unter anderem 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ausgebildet. Einige ehemalige Nichtschwimmer sind jetzt Schwimmlehrer, einige sogar schon Rettungsschwimmer. Bei allem steht aber der Gedanke, junge Menschen zu fördern und zu integrieren, im Mittelpunkt. Um eine Anmeldung wird bis zum 20.11. gebeten.

Für beide Veranstaltungen nimmt die Kreisvorsitzende Dagmar Göbbels unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Anmeldungen entgegen. Die Einladungen mit allen Details sind hier zu finden:

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

Liberale Frauen besuchten das Solar-Institut Jülich.

Jülich. Auf Einladung der Liberalen Frauen des Bezirks- und Kreisverbands Aachen besuchte am 20. September 2018 eine Gruppe von 15 Liberalen das Solar-Institut in Jülich (SIJ). In einer dreistündigen Exkursion lernte die Besuchergruppe in Fachvorträgen, Laborbesichtigungen und Modellansichten zukunftsweisende Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Solarinstituts kennen.

Prof. Dr. Ulf Herrmann, der seit vier Jahren das Institut am Campus der Fachhochschule Aachen in Jülich leitet, referierte in seinem Vortrag zunächst über solarthermische Systeme, bei denen das Sonnenlicht direkt oder in konzentrierter Form absorbiert und als Prozesswärme bzw. zur Stromerzeugung genutzt wird. Letzteres wurde mit dem solarthermischen Versuchskraftwerk, auch als Solarturm Jülich (STJ) bekannt, im Jahre 2008 in Jülich realisiert. Es handelt sich um ein Demonstrationskraftwerk, bei dem über 2000 Spiegel die Energie des Sonnenlichts zuerst konzentrieren und dann mittels eines innovativen Keramikabsorbers an das Medium Luft bei ca. 700 °C abgeben. Das SIJ hat gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Betreiber exklusiven Zugang zu dieser in Deutschland einzigartigen Testanlage und verfügt damit über ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Hochschullandschaft.

Weitere wichtige Arbeitsfelder des SIJ bilden u.a. effiziente Gebäudetechnik, Energiespeicher, intelligente Versorgungssysteme und die Verwendung poröser Strukturen, die Prof. Dr. Herrmann im weiteren Verlauf seines Vortrages genauer darstellte. Jülich gilt heute als Mekka der Solarforschung. Angesichts der Energiewende dürfte die Bedeutung des Standortes weiter steigen. Technologien zur regenerativen Stromerzeugung haben sich längst auf dem Markt etabliert und ein interdisziplinäres Team aus 40 wissenschaftlichen Mitarbeitern arbeitet am SIJ kontinuierlich an deren Weiterentwicklung, wobei ein Hauptaugenmerk auf der Kostenreduktion liegt.

Heute werden 30 Prozent der Stromversorgung aus regenerativen Energiequellen gespeist, Tendenz steigend. Gleichwohl bleibt auch die Braunkohleverstromung in den nächsten Jahren eine wichtige Säule im Energiemix der Zukunft. Ulrich Göbbels, stv. Vorsitzender des Braunkohlenausschusses im Regionalrat Köln, warnt vor einem übereilten Ausstieg. Insbesondere bei Dunkelflaute ohne Wind und ohne Sonnenstrahlung, die meist im Januar auftritt, liefern die erneuerbaren Energien weniger als fünf Prozent des Strombedarfs.

Im Labor des SIJ arbeiten die Jülicher Forscher bereits an neuen Projekten: TESS 2.0 und I-TESS. Cristiano Teixeira Boura, Abteilungsleiter für Solarthermische Systeme, erläuterte die Funktionsweise eines thermischen Stromspeichers (TESS) anschaulich an einer Versuchsanlage. Quarzsand, bevorzugt aus der Wüste, wird bei diesem Verfahren als Speichermedium für Wärmeenergie genutzt. In einem Wärmeübertrager wird dabei die Wärme aus 700 °C heißer Luft an das Medium Sand für eine Wärmespeicherung bis zu zwei Wochen abgegeben. Das Projekt I-TESS verfolgt darüber hinaus die Idee, bestehende konventionelle Kraftwerke in neuartige thermische Stromspeicherkraftwerke umzurüsten und somit fit für die Energiewende zu machen.

Anschließend ging es in einen Versuchscontainer, der als Teststand u.a. zur Vermessung und Nachbehandlung von Abgassystemen für Dieselmotoren dient. Dort erklärte Dr. Markus Sauerborn die Funktionsweise von keramischen SCR-Mischern, bei denen Harnstoff in das Abgas eines Dieselmotors eingespritzt wird, um die Stickstoffoxide (N0x) zu reduzieren. Die Vorsitzende der Liberalen Frauen im Bezirk Aachen, Andrea Wolff, bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Herrn Prof. Dr. Herrmann für die informative und interessante Veranstaltung und wünschte dem Solar-Institut und seinen Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg.

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

LIBERALE FRAUEN und Männer besichtigen das historische Rathaus in Aachen.

Aachen. Wer kennt sie nicht, die beeindruckende Kulisse des Aachener Rathauses mit seinen Türmen und dem prächtigen Karlsbrunnen in der Mitte des Marktplatzes? Wer Aachen besucht hat, kennt diesen Anblick, doch wer weiß von den prunkvoll gestalteten Räumen oder verborgenen Gängen hinter der Fassade des Aachener Rathauses?

Eine Besuchergruppe von 18 Frauen und Männern sind der Einladung der LIBERALEN FRAUEN Aachen gefolgt und durften unter der fachkundigen Führung des städteregionalen FDP-Fraktionsvorsitzenden, Georg Helg, am Samstag, dem 23. Juni 2018, das Interieur des Aachener Rathauses erkunden. Wer ihn kennt, weiß, dass er seine Zuhörer begeistern kann und so hörten die Teilnehmer beinahe vier Stunden lang seinen spannenden Geschichten während der Führung gebannt zu. Der Publizist und Historiker Helg erforscht die Geschichte des Aachener Rathauses seit vielen Jahren und hat bereits etliche Bücher über das neugotische Bauwerk im historischen Stadtkern von Aachen veröffentlicht.

Das Rathaus, welches neben dem Aachener Dom das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist, wurde im 14. Jahrhundert auf den Grundmauern der karolingischen Kaiserpfalz erbaut. Die Führung durch das historische Gebäude begann im Ratssaal mit einem ausführlichen Vortrag über die wechselvolle Stadtgeschichte, ging sodann vom Weißen Saal über das ehemalige Werkmeistergericht in die Werkmeisterküche und zuletzt in den Friedenssaal, der auch wegen seiner pompösen Stuckarbeiten und penetrant roten Wandvertäfelung als Roter Saal bekannt ist. Anschließend ging es hinaus Richtung Standesamt, in dessen Treppenhaus sich der Zugang zum Granusturm befindet. Durch enge Gänge, ausgetretene Stufen und steile Wendeltreppen erreicht man auf allen Vieren schließlich die Turmspitze, von wo aus man wiederum auf das Dach des Krönungssaales gelangt. Dort erwartet den Besucher eine technische Meisterleistung in Form einer tragenden Stahlkonstruktion, die dem Bauwerk die notwendige Stabilität verleiht. Den buchstäblichen Höhepunkt erreichte die abwechslungsreiche Führung schließlich im Glockenturm, von dem aus der Betrachter einen herrlichen Ausblick über die Dächer der Stadt genießt.

Ihren Abschluss fand die Führung im Krönungssaal mit seinem beeindruckenden Kreuzrippengewölbe, seinen Wandgemälden und Kunstschätzen, wo einst die Krönungsmähler stattfanden und heute der internationale Karlspreis zu Aachen verliehen wird. Die LIBERALEN FRAUEN erlebten an diesem Tage wahrlich eine spannende Zeitreise durch 1200 Jahre Rathausgeschichte.

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

Viele Themen wurden diskutiert, u. a. Tihange und Doel. Der Austausch wird fortgesetzt.

Am Samstag, den 19.05.2018 besuchten die Liberalen Frauen des Bezirksverbands Aachen mit weiblichen und männlichen Gästen, das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen. Die Idee entstand auf einem Kreisparteitag der FDP Euskirchen, an dem der Präsident des Parlaments Alexander Miesen als Gastredner teilnahm.


Foto: Stefan Steins

Zu Beginn bekamen die Liberalen Frauen und interessierte Gäste, nach einer herzlichen Begrüßung durch Myriam Pelzer, eine Einführung in die Geschichte des Parlamentsgebäudes. Ursprünglich als Kaufmannserholungsheim geplant, als das Gebiet um Eupen zu Zeiten des Deutschen Kaiserreichs (1915-1920) noch zu Deutschland gehörte, wurde es in den Jahren 1920 – 1940 das belgische Sanatorium für die Lungenkranken. Nach der Befreiung Anfang September 1944 nahmen die Amerikaner das Heim in Besitz. Später ging es zurück an die belgische Gesellschaft. Später erfolgte der Umbau des Gebäudes in den Jahren 2011 -2013 und das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft zog ein.

Im Anschluss an die Besichtigung der im Gebäude befindlichen Ausstellung ging es in den Plenarsaal. Den Besuchern fiel ein Satz auf, der vor Zutritt des Saales den Boden im Eingangsbereich ziert: „Wahlen allein machen noch keine Demokratie“ (Barack Obama). Treffender konnte nicht ausgedrückt werden, dass der Erhalt der Demokratie täglich aufs Neue, nicht nur im Parlament, erarbeitet werden muss.

Nach einem Informationsfilm über das Gebiet Ostbelgiens, in dem das Parlament seinen Sitz hat, erklärte der Parlamentspräsident Alexander Miesen ausführlich die Organisation und Arbeit des Parlaments. Jenny Baltus-Möres berichtete enthusiastisch über die Tätigkeiten der Liberalen Frauen in Ostbelgien. Sie vertrat die Meinung: „Frauen sind politisch mehr interessiert aber zur Mitgestaltung und Mitarbeit in der Politik noch nicht bereit oder es fehlen die dafür notwendigen Voraussetzungen. Vereinbarkeit von Beruf, Familie und gesellschaftlichem Engagement bzw. die Unterstützung. Es ist aber nun mal so, dass Frauenthemen auch nur von Frauen vertreten werden und alleine deshalb schon mehr Frauen in die Politik müssen.“

In der Diskussionsrunde ging es unter anderem um einen Austausch der Hochschulen und eine bessere Kooperation, angeregt durch Dr. Werner Pfeil MdL FDP NRW. Die Idee einer Europa-Universität vom französischen Präsidenten Macron wurde grundsätzlich als positiv bewertet und sollte umgesetzt werden. Wo liegt der Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Hochschulen näher als zwischen Aachen, Lüttich und Maastricht.

Beim Thema CO2 Ausstoß und Einhaltung des Klimapakts ging es auch um den Ausstieg aus der Atomkraft und die belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3. Seitens Dr. Pfeil wurde die schlechte Kommunikation und die mangelnde Informationsbereitschaft der Betreiber angesprochen. Eine Klage würde sich genau darauf beziehen. Er stellte fest: „Es kann nicht sein, dass zunächst nur von einem kleinen Leck gesprochen wird aus dem Wasser austritt, welches keine Gefahr darstellen würde und später stellt sich heraus, dass mehrere tausend Liter ausgelaufen sind, die zudem noch radioaktiv belastet sind.“ Dies dient alles nicht dazu Vertrauen zu schaffen. Mit dieser Vorgehensweise der Betreiber ist auch Alexander Miesen nicht einverstanden und hat vollstes Verständnis für die Kritik. Belgien hängt in der Stromversorgung hauptsächlich von der Atomkraft ab und eine Versorgungssicherheit sowie die Bezahlbarkeit müssen gewährleistet sein. Hier sind grenzüberschreitende Lösungen gefragt. Für den Klimaschutz brauchen wir europäische Lösungen. Zu den energiepolitischen Themen und die Hochschulen betreffend wird der Austausch intensiv fortgeführt.

Abschließend ging es in einer Frage um die Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Mentalitäten in einer dreisprachigen Gesellschaft. Aufgrund des Föderalismus gäbe es zwar bürokratische Hürden aber auf politischer Ebene käme man gut miteinander aus, meinte Alexander Miesen und betonte die positive Zusammenarbeit. Die umgebenden Länder würden eher etwas kritisch aber unbegründet auf die Probleme Belgiens sehen.

Die Liberalen Frauen bleiben in Kontakt mit den Liberalen Frauen Ostbelgiens und möchten die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausbauen.


Von links: Jenny Baltus-Möres (Parlament-Wallonie), Ulrich Göbbels (Regionalrat Köln), Alexander Miesen (Präsident des Parlaments der DG), Stefan Steins, Ursula Derichs-Lavalle, Irene Seeger, Vanessa Meller, Doris Wessels, Andrea Wolff (Bezirksvorsitzende Liberale Frauen Aachen), Dagmar Göbbels (Kreisvorsitzende Liberale Frauen Aachen), Verena Arndt, Björn Bock (Fraktionsvorsitzender FDP Herzogenrath) und Dr. Werner Pfeil (MdL der FDP NRW) | Foto: Anke Göbbels

Liberale Frauen Bezirk Aachen

Die Liberalen Frauen im Bezirksverband Aachen laden zu einem Informationsabend ein, um sich und ihr Engagement vorstellen.

Am Mittwoch, dem 27.06.2018, um 19.00 Uhr im Biergarten Schützenhof, Schönthaler Str. 27, 52379 Langerwehe findet dieser erste Stammtisch statt.

Interessentinnen und Gäste sind ebenso wie Mitglieder herzlich willkommen, um über verschiedene gesellschaftliche und politische Themen zu diskutieren. Anmeldungen nimmt die Vorsitzende, Andrea Wolff, bis zum 15.06.2018 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Liberale Frauen Kreis Aachen-Land

Die Liberalen Frauen im Kreisverband Aachen-Land laden zu einer besonderen Führung, geleitet durch Georg K. Helg, in das historische Aachener Rathaus ein.

Das Aachener Rathaus stellt ein Zeugnis vieler Jahrhunderte dar. Und wer könnte die Geschichte, die vielen Veränderungen im Laufe von 1200 Jahren, den Zeitgeist der einzelnen Epochen, die Zerstörungen und Wiederaufbauten besser erklären als der stellvertretende Vorsitzende des Rathausvereins und liberales Urgestein Georg K. Helg. In vielen Publikationen und in einem Film über das Aachener Rathaus erfährt der Leser oder Betrachter schon vieles, aber live ist besser.

Die Führung findet am Samstag, dem 23.06.2018, um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang des Rathauses, die Kosten pro Person betragen 10 €.

Weil der Granusturm und das Glockenspiel ebenfalls besichtigen werden sollen, ist die Teilnahme der Komplettführung auf max. 18 Personen begrenzt. Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend, zusätzlich Personen können ohne diese Turmbesteigung hinzukommen. Anmeldungen werden bis zum 18.06.2018 durch die Kreisvorsitzende, Dagmar Göbbels, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegengenommen.

Liberale Frauen Bezirk Aachen

Am Dienstag, dem 24. April 2018, ging es für uns vom Bahnhof Düren in Richtung Berlin. Wir freuten uns über die bevorstehenden Erlebnisse und waren sehr gespannt. Am Mittwoch war unser erster Veranstaltungspunkt, ein Informationsgespräch im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Wir erhielten in einem spannenden Vortrag Einblick in die Geschichte des Ministeriums und einen Überblick in Bezug auf die Aufgaben, Organisation, Abteilungen und Referate. Für uns waren im Vortrag über die Historie besonders interessant etwas über den ersten Bundesjustizminister Thomas Dehler (FDP) und seine Amtszeit vom 20.09.1949 bis 20.10.1953 zu erfahren. Zu dieser Zeit war das Bundesjustizministerium die Rosenburg mit einer unrühmlichen NS-Vergangenheit. Auf Initiative von Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wurde in ihrer Amtszeit als Bundesjustizministerin (28.10.2009 bis 17.12.2013) ab dem Jahr 2012 die Aufklärung dieser Zeit vorangetrieben.

Nach dem Mittagessen ging es auf eine Stadtrundfahrt unter sachkundiger Leitung. Das geschichtsträchtige Berlin mit seinen zahlreichen imposanten historischen Gebäuden, gemischt mit neuer moderner Architektur, ständig spürbar umweht vom Hauch der zahlreichen historischen Ereignisse auf vielen Plätzen.

Im Anschluss fuhren wir zur Besichtigung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, die ehem. Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Ein sehr bedrückendes Erlebnis. Die Führung wurde geleitet von einer Zeitzeugin, die über ihre eigenen Erlebnisse sprach. Aufgrund ihrer lebendigen Erzählungen über das selbst Erlebte in Verbindung mit dem Originalschauplatz kamen beklemmende Gefühle auf. Dies half aber auch dabei zu verstehen, wie der Unrechtsstaat der DDR funktionierte und worauf man in Gedanken an so manche Entwicklungen achten muss.

Am Donnerstag folgte der Besuch im Bundesrat. Hier erfuhren wir einiges über die Geschichte des Gebäudes und die Arbeit des Bundesrats. Der Bundesrat ist eines der fünf ständigen Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland und die Vertretung der 16 Bundesländer bei der Gesetzesgestaltung. Der aktuelle Präsident des Bundesrates ist der OB Berlins Michael Müller. Wer mehr Informationen zur Arbeit des Bundesrats möchte, kann kostenlos das Handbuch unter www.bundesrat.de bestellen.

Nach dem Mittagessen im Haus der Bundespressekonferenz ging es zum Besuch des Bundestags. Wir konnten auf der Besuchertribüne einer Plenarsitzung beiwohnen. Es kam in der Sitzung des Bundestags zu einem Hammelsprung, wodurch leider für uns keine Zeit blieb um eine zweite Rede zu hören. Wir haben uns aber über die anschließende Diskussion mit Markus Herbrand MdB (Steuern und Finanzen), Bijan Djir-Sarai MdB (Aussenpolitik) und Katharina Kloke MdB (Innen, Recht und Verbraucherschutz) über tagesaktuelle Themen sehr gefreut. Es entstand eine lebhafte Diskussion über die Europapolitik in Bezug auf Zusammenhalt und Stabilität.

Danach konnten wir den fantastischen Ausblick von der Kuppel des Reichstagsgebäudes über Berlin genießen. Dort sind auch die beiden Fotos entstanden. Ein Gruppenbild wird noch nachgeliefert.

Berlin

Liberale Frauen Aachen-Land

Die Liberalen Frauen Bezirksverband Aachen laden für Samstag, den 19.05.18, um 10.00 Uhr zum Besuch des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Beligien in Eupen ein.

Während der Führung durch das Parlament werden die Teilnehmerinnen etwas über die bewegte Geschichte Belgiens und Deutschlands erfahren sowie über die Aktivitäten des Parlaments und dessen Bedeutung für die Euregio Maas/Rhein und Europa. Die Veranstaltung wird ca. 2 Stunden dauern.

Interessentinnen können sich bis zum 30.04. bei der Bezirksvorsitzenden, Andrea Wolff unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

Weitere Details können den folgenden Dokumenten entnommen werden:

Liberale Frauen Aachen-Land

Am 30. Januar besuchten die Liberalen Frauen die Zitadelle und das Museum in Jülich. Unter fachkundiger Leitung von Herr Dr. Vietzke (Schatzmeister des Fördervereins Museum Jülich e. V.) ging es mit 16 Teilnehmern durch die dunklen Gänge der Zitadelle.

Die Grundsteinlegung der Zitadelle mit Schloss erfolgte 1538. Bauherr war Herzog Wilhelm V. Nach Ende des 1. Weltkriegs wird Jülich von französischen belgischen Truppen besetzt und in der Zitadelle beziehen die Besatzungstruppen ihr Quartier. In einem dunklen Gang sind heute noch die Beschädigungen durch den 2. Weltkrieg zu sehen. Dort werden auch die Außenhüllen von Fliegerbomben, die man in unmittelbarer Nähe gefunden hat, aufbewahrt. Fledermäuse haben heute ihr Winterquartier in einem Teil der Zitadelle. Im Pulvermagazin auf der Zitadellenbastion kann man heute die Werke des in Jülich geborenen Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer bewundern, die durch eine große Detailtreue faszinieren.

Nach Besichtigung der Schlosskapelle erklärte Herr Perse (Museumsleiter) die Herausforderungen, ein Museum für verschiedene Interessengruppen interessant zu gestalten. Hier werden verschiedene Ansätze genutzt, wie z. B. ein Förderprojekt zur Zusammenarbeit in der Euregio mit den umliegenden Ländern, damit es zu einem besseren Austausch kommt. Auch das Forschungszentrum wird mit eingebunden. Mit Hilfe des 3D-Druck wurde eine Büste des römischen Kaisers Augustus rekonstruiert, von der lediglich der Hinterkopf bei Stolberg gefunden wurde.

Die Liberalen Frauen und teilnehmenden Interessenten kamen nach dieser spannenden Veranstaltung zu dem Schluss, dass ein erneuter Besuch im Museum Jülich unumgänglich ist.

Besuch in der Zitadelle Jülich

Liberale Frauen Aachen-Land

Die Liberalen Frauen Bezirksverband Aachen laden für Dienstag, den 30.01. in die Stadt Jülich zu einer Zitadellenführung ein (Treffpunkt: Pasqualini-Brücke am Schlossplatz).

Herr Dr. Egon Vietzke (Schatzmeister des Fördervereins Museum Jülich e.V.) wird die sachkundige Führung, die ca. 1,5 h dauert, übernehmen. Er wird die Geschichte der Wälle, Kasematten, des Schlosses und des Museums näher bringen. Im Anschluss findet mit Herr Perse, dem Leiter des Museums, eine Diskussionsrunde zum Thema Kulturförderung statt.

Pro Person fällt lediglich ein Kostenbeitrag von 4 € an. Anmeldungen werden von der Bezirksvorsitzenden, Andrea Wolff, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegengenommen.

Weihnachtsgruss

Liberale Frauen Aachen-Land

Andrea Wolff aus Langerwehe übernimmt Vorsitz der Liberalen Frauen

In der turnusmäßigen Mitgliederversammlung der Liberalen Frauen im Bezirk Aachen wurden am 16. November 2017 Neuwahlen durchgeführt. Diese wurden durch den Wegzug der ehemaligen Vorsitzenden Petra Müller nach Berlin sowie personellen Veränderungen im Vorstand notwendig. Mit Andrea Wolff aus Langerwehe haben die Liberalen Frauen im Bezirk Aachen eine engagierte Vorsitzende gefunden, die viele gute Pläne und Ideen mitbringt und mit ihrem Team neue Wege beschreiten will. Ihr zur Seite stehen Katharina Kloke, MdB aus Düren und Dagmar Göbbels aus Eschweiler als stellvertretende Vorsitzende.

Vor den Wahlgängen blickte die kommissarische Vorsitzende, Dagmar Göbbels, zurück auf die vergangenen drei Jahre. Sie berichtete von zahlreichen, meist gut besuchten Veranstaltungen und Aktivitäten der Liberalen Frauen, wie beispielsweise der Besuch einer Synagoge und einer Moschee, die Besichtigung des Kraftwerks Weisweiler aber auch Diskussionsrunden zu aktuellen Themen wie TTIP, Privatschulden oder Frauen im Handwerk. Die aktive Wahlkampfunterstützung der Liberalen Frauen stand dabei im Mittelpunkt des Jahres 2017.

Zwischen den Wahlgängen sprach die Gastrednerin, Frau Andrea Simon, über ihre Arbeit am Alsdorfer Berufskolleg. Seit etwa 20 Jahren ist sie als Schulsozialarbeiterin für die Beschäftigungsinitiative Sprungbrett Aachen tätig und wusste daher einen interessanten Vortrag über ihre tägliche Arbeit mit den Berufsschülern zu geben. Ihr Tenor: Schüler sind heutzutage nicht mehr so selbstständig, wie sie es früher einmal waren. Sie benötigen viel mehr Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen, Hilfestellung in der Berufsfindungsphase aber auch Anleitung in einfachen Dingen des täglichen Lebens.

Andrea Simon hat bei all ihrer schwierigen Arbeit allerdings den Vorteil, keine Noten vergeben zu müssen. Einen Leistungsdruck, wie Lehrer ihn erzeugen, gibt es bei ihr nicht, weshalb oftmals ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen ihr und den Schülern besteht. Entgegen den landläufig bekannten Vorurteilen und Schwierigkeiten mit geflüchteten Jugendlichen berichtete sie von Schülern mit großer Lernbereitschaft und starkem Willen, sich in unserer Gesellschaft zu integrieren. Natürlich erschwert die Sprachbarriere eine Berufsausbildung, auch wenn die Flüchtlinge über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügen.Für die Schulsozialarbeiterin sind klare Regeln das A und O für gutes Zusammenarbeiten. Selbstverständlichkeiten, wie das Einhalten von Terminen oder das Mitführen von Arbeitsutensilien, sind in ihren Augen ebenso wichtig, wie gute Umgangsformen untereinander.

In den Vorstand des Bezirksverbands Aachen wurden außerdem gewählt: Doris Weßels als Schriftführerin, Marion Sebbesse als Schatzmeisterin und Ruth Ebeling, Irene Seeger, Vanessa Meller und Peggy Kohlhaas zu Beisitzerinnen.

Im Dezember wollen die Liberalen Frauen das erfolgreiche Jahr mit einem Besuch des Weihnachtsmarktes auf Schloss Merode zünftig bei Glühwein und leckeren Spezialitäten ausklingen lassen.

Neuer Bezirksvorstand Aachen

Liberale Frauen Aachen-Land

„Da wo ich herkumm, weede Wolke jemaht!“ Inspiriert durch das Karnevalslied des letzten Prinzen konnte die Besuchergruppe um die Liberalen Frauen des Bezirks- und Kreisverbandes Aachen die Wolkenbildung vom Dach des Kraftwerkes Weisweiler hautnah miterleben.

Vorangegangen war ein interessantes Referat von dem stellvertretenden Leiter des Kraftwerks Herrn Max Bernrath über die Notwendigkeit der traditionellen Energieproduktion neben den erneuerbaren Energien. Diese stehen nicht regelmäßig zur Verfügung. Unsere moderne Industriegesellschaft braucht aber zu jeder Zeit elektrischen Strom und in ausreichender Menge. Wir hatten im Januar dieses Jahres z.B. eine Woche, in der die konventionellen Kraftwerke 97% und die erneuerbaren 3% geliefert haben. Also nur mit Strom und Wind wäre das Licht ausgegangen.

Der Landtagsabgeordnete der FDP Stefan Lenzen und die FDP-Bundestagskandidaten Katharina Kloke (Düren) und Frank Schniske (Kreis Aachen) konnten sehr viele Hinweise an die Politik mitnehmen, um eine regelmäßige Stromversorgung zu gewährleisten. Probleme bereiten nach wie vor die fehlenden Speichermöglichkeiten. Hier wäre es angesagt, vorrangig Fördergelder in die Forschung neuer Speicherelemente zu stecken.

Der Vorsitzende des Personalrats Herr Michael Lehmann berichtete über die hervorragenden Ausbildungschancen mit Übernahmegarantie. Man investiert in die Jugend für die Zukunft. In allem klang die Begeisterung für den Standort Weisweiler nach 2030 mit, allerdings mit anderen Aufgabenfeldern. Der Standort darf kein Auslaufmodell zu sein.

Nach 2stündiger Diskussion mit FDP- und Nicht-FDP-Mitgliedern folgte eine nochmals 2stündige Führung in alle Bereiche des Kraftwerks „von der Sohle bis zum Dach“. Ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen, roten Kitteln, grünen Helmen und Kopfhörer marschierte die Gruppe an Turbinen vorbei, ließ sich die Monitore in hochmodernen Leitständen erklären, stieg durch trockene, staubige Hitze in den Kesselhäusern hinauf bis auf das Dach, wo Weihnachten der riesige Baum leuchtet.

Es blieb nur noch einen großen Dank an Max Bernrath und Michael Lehmann auszusprechen für den hochinteressanten informativen Nachmittag.

Kraftwerksbesuch

Liberale Frauen Aachen-Land

Der Bezirksverband Aachen lädt am 07.September 2017 um 14 Uhr zu einer Besichtigung des Kraftwerkes Weisweiler mit Diskussionsrunde zum Thema „eine wirtschaftliche Energieversorgung und Versorgungssicherheit“ ein.

Der Strom kommt aus der Steckdose! Warum soll ich mir Gedanken machen? Wenn es so einfach wäre, gäbe es keine Diskussion über Kohleabbau, Umwelt, Arbeitsplätze. Aber ein Unternehmen, das Strom erzeugt, muss wirtschaftlich denken, kann sich nicht von Ideologien leiten lassen, kann trotzdem verantwortungsvoll mit der Umwelt umgehen und die Energiewende unterstützen.

Diese Themen wollen wir zusammen mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Kraftwerkes Weisweiler Herr Lehmann bei einer Führung mit anschließender Fragerunde erörtern. Ein Mitglied der Geschäftsführung (angefragt) ist evtl. bei der Führung dabei und steht für Fragen zur Verfügung.

Anmeldung sind bis zum 26.08.2017 per E-Mail unter Angabe der Personenzahl an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Aus Sicherheitsgründen ist die Besichtigung auf max. 20 Personen begrenzt.

Liberale Frauen Aachen-Land

Aachen. Am Sonntag, dem 19.03. waren die Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land als Vertreterinnen für die FDP am Stand der Euregioschau ganztägig anwesend. Mit einigen Besuchern wurden interessante Gespräche geführt.

Liberale Frauen Aachen-Land

Eschweiler. „Vielleicht brauchen wir bald größere Säle“, begrüßte Christian Braune als Vorsitzender des FDP-Stadtverbands am Donnerstagabend die rund 30 Gäste, die zum Bildungstalk „NRW braucht einen Bildungsspung!“ in das Haus Lersch nach Eschweiler gekommen waren.

Dagmar Göbbels, Organisatorin und Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen, freute sich ebenfalls über die vielen Teilnehmer, die zuvor noch nie bei einer Veranstaltung der FDP dabei waren.

Nach kurzen Einführungsstatements von Yvonne Gebauer, der Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Schule und Weiterbildung, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes NRW und Marianne Schardt, ehemalige Schulleiterin der Pestalozzischule in Erkelenz und amtierende Bundesgeschäftsführerin des Verbandes Sonderpädagogik, begann eine lebhafte Diskussion unter den Gästen, Politikern und geladenen Fachleuten.

Hierbei zeigten die Anwesenden gleich zu Beginn der Veranstaltung ein besonderes Interesse beim Thema der schulischen Inklusion.

„Da wird die Inklusion per Gesetz verordnet und nach sechs Jahren Rot-Grün stehen wir vor einem bildungspolitischen Scherbenhaufen“, so Gebauer. Dabei haben wir ein so großartiges Schulsystem mit allen nur denkbaren Schulformen. Yvonne Gebauer fragte sodann, wie man den Lern- und Förderbedürfnissen aller Schüler gerecht werden könne, wenn sich diese in einem breiten Spektrum zwischen Hochbegabung und geistiger Behinderung bewegen. „Anstatt vernünftige Konzepte zu entwickeln, spielt Ideologie wieder die große Rolle - die Schulpolitik von Ministerin Löhrmann hat hier komplett versagt“, kritisierte die Freidemokratin.

Marianne Schardt machte im Laufe der Diskussion klar, dass es keine Alternativen zur sinnvollen Inklusion gäbe, bedauerte aber, dass in NRW die Inklusion zu Lasten des ehemals sehr gut ausgebauten Sonderschulsystems gehen. „Umso tragischer, dass viele Kommunen aufgrund der aktuellen Gesetzgebung ihre Förderschulen geschlossen, verkleinert oder zusammengelegt haben.“

Die UN-Konvention schreibt vor, dass Kinder nicht aufgrund von Behinderung von den allgemeinen Bildungssystemen ausgeschlossen werden dürfen und ein Recht auf eine qualifizierte und kostenlose Bildung in Primar- und Sekundarstufe haben. Dieses Recht sei in Deutschland seit vielen Jahren gewährleistet, da auch die Förderschulen ebenso zu unserem allgemeinen Bildungssystem gehören, wie die Regelschulen. In diesen Schulen gehe es darum, in kleinen Lerngruppen jedem Kind mit seinen eigenen individuellen Bedürfnissen und mit seinen eigenen individuellen Behinderungen gerecht zu werden – es auf seinen, den eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten angepassten Weg zu leiten und zu begleiten. Eine solche Schule erfordere aufgrund kleinerer Klassen mehr Personal und vor allem zusätzlich speziell ausgebildetes Personal, welches nicht nur Lehrstoff vermitteln sondern ebenso therapeutisch auf jedes einzelne Kind eingehen müsse.

„Während sich die Schulpolitik immer nur um die Schwächeren kümmert, werden leistungsstarke Schülerinnen und Schüler vernachlässigt. Hier muss ein Umdenken stattfinden“ pflichtete Yvonne Gebauer dem Einwand einer Lehrerin zu, die darauf hinwies, dass die Förderung hochbegabter Schüler nicht vergessen werden dürfe. Die heutigen Schulklassen seien viel zu groß, ein ordentlicher Face-to-Face-Unterricht sei nur bis zu einer Klassenstärke von ca. 20 - 25 Schüler möglich, so die junge Lehrerin.

Peter Silbernagel stieß mit seiner Äußerung in die gleiche Kerbe, wonach es geboten sei, Unterricht derart zu gestalten, dass alle Fächer ausreichend gelehrt werden können.

Den Einwand eines Besuchers, Schüler besser auf das Leben vorzubereiten und den Lehrplan entsprechend auf moderne Lehrmittel umzustellen, die den geänderten Lebens- und Lernmethoden gerecht werden, wollten weder Peter Silbernagel noch Yvonne Gebauer so stehen lassen. Der Schule obliege die Vermittlung eines guten Allgemeinwissens, dazu gehören alle Fächer, also auch Geschichte und die klassischen MINT-Fächer, so Peter Silbernagel.

Yvonne Gebauer ergänzte, dass man die Eltern nicht aus ihrer allgemeinen Erziehungspflicht entlassen dürfe. „Früher hat die Oma das Kochen beigebracht, heute gibt es für alles ein Youtube-Video“, hieß es aus dem Publikum. Lebenslanges Lernen muss eine Selbstverständlichkeit werden und allen Interessierten möglich sein“ gab Christian Braune zu Bedenken.

Einige Besucher gingen konkret auf Probleme bei den Berufskollegs ein, die der Bundestagskandidat der Freien Demokraten für den Kreis Aachen-Land, Frank Schniske, aufgriff. Der Berufsschullehrer verwies hierbei auf die wichtige Rolle der Berufskollegs bei der Berufsvorbereitung. „Die Landesregierung tut zu wenig für diese Schulform, lieber werden Lieblingsprojekte wie Sekundarschulen und die Gesamtschulen gefördert“. Dem stimmte auch Yvonne Gebauer zu und versprach, sich stärker für die Belange der Berufskollegs einsetzen zu wollen, wenn die rot-grüne Landesregierung am 14. Mai abgewählt wird.


Diskutierten in Eschweiler intensiv über Bildungspolitik: Peter Silbernagel vom Philologenverband NRW, Marianne Schardt vom Verband Sonderpädagogik, Yvonne Gebauer, Landtagsabgeordnete der FDP sowie Anke Göbbels und Dr. Werner Pfeil, beide Landtagskandidaten der FDP aus den Kreisverband Aachen-Land (v. l.). Foto: Stefan Steins

Liberale Frauen Aachen-Land

Bericht aus der Aachener Zeitung vom 10.02.2017

Eschweiler. Die liberalen Frauen im Kreis Aachen-Land, hauptsächlich aber Teilnehmerinnen aus Eschweiler, haben eine Einladung von den beiden Mitgliedern des Landtags, Yvonne Gebauer und Angela Freimuth, angenommen und somit die Möglichkeit wahrgenommen, den Landtag in Aktion zu erleben.

Nicht nur die Architektur mit ihren hellen Arbeitsräumen und dem Blick auf den Rhein faszinieren, die Arbeitsweise, der Sitzungskalender und die Vielzahl der Ausschüsse gaben ein guten Eindruck von der Arbeit der Abgeordneten. Als Höhepunkt konnten die Teilnehmer der Exkursion von der Besuchertribüne aus die heftige Diskussion im Plenarsaal zum Fall Amri zwischen Innenminister Jäger, den Regierungsparteien und der Opposition live mitverfolgen. Wie ihnen erklärt wurde, verlaufe längst nicht jede Sitzung im Plenarsaal so kontrovers und emotionsgeladen.

Geplant war, dass der Besuch nach einer Stunde im Plenum und einer Gesprächsrunde gemeinsam mit den beiden Landtagsabgeordneten und anschließendem Kaffee und Kuchen beendet sein würde. Allerdings hatte die Gruppe das Glück, dass in der Besuchergruppe knapp 15 Mädchen verschiedenster Altersstufen, mit und ohne Migrationshintergrund zusammen trafen. Sie wurden von der Koordinatorin Sabine Osbelt im Namen des Vereins „Lobby für Mädchen“ eingeladen, die ebenfalls mit einer Gruppe Mädchen aus Köln zu Besuch war.

Austausch mit Flüchtlingen

Zu Beginn übersetzte eine Dolmetscherin die Fachbegriffe. In der späteren Diskussion trauten sich die jungen Mädchen, auf Deutsch Fragen zu stellen, obwohl sie seit weniger als einem Jahr in Deutschland leben und nach ihrer Ankunft sehr lange auf einen Platz in den begehrten Sprachkursen warten mussten. Diese Mädchen und jungen Frauen stammen hauptsächlich aus Syrien und dem Irak und haben das Ziel, soviel wie möglich über das Land, die Leute und die Sprache zu lernen. Der Kölner Verein versucht, sie zu unterstützen und ihnen neben Beratungsarbeit einen Raum für Freizeitgestaltung zu bieten.

Während der Kaffeepause erfuhren die Eschweiler viel über die momentane Lebenssituation der Flüchtlingsmädchen. Einige von ihnen wohnten mit ihren gesamten Familien seit neun Monaten in Turnhallen und vollkommen ohne Privatsphäre. Dort lebten 200 Personen mit zu wenigen Duschen und ohne Kochmöglichkeit. Angela Freimuth erklärte, dass in ihrem ländlichen Wahlkreis Wohnungen und Arbeit bereitständen, aber die Bürokratie lasse einen Wohnortwechsel nicht zu.

Uns wurde schnell klar, dass sich der Einsatz zur Integration vieler Familien aus den Kriegsländern lohnt.

Besuchergruppe im Landtag NRW

Liberale Frauen Aachen-Land

Besuch der Bilal-Moschee in Aachen

Aachen. Der Kreisverband der Liberalen Frauen Aachen-Land hat im Dezember letzten Jahres die drittälteste Moschee Deutschlands, die Bilal-Moschee in Aachen besucht, um Fragen zu stellen, Fragen zum islamischen Glauben, Fragen zur gegenwärtigen Situation, Fragen zum Islambild in Deutschland.

Das Islamische Zentrum Aachen (IZA) mit der Bilal-Moschee wurde in den 60er Jahren ursprünglich als Campus-Moschee für etwa 200 Studenten konzipiert, doch heute nehmen wöchentlich bis zu 800 Muslime am Freitagsgebet teil. Das IZA ist damit eine wichtige Anlaufstelle für viele Muslime aus Aachen und Umgebung.

Omar AllaouiMit Omar Allaoui und seiner jüngeren Schwester Sarah, eine gebürtige Aachenerin, fanden die Liberalen Frauen sowie interessierte Teilnehmer sachkundige Gesprächspartner, die die fünf Säulen des Islam, die Suren aus dem Koran und die Lehren vom Islam verständlich erklären konnten. Tatsache ist, dass das Alte Testament bei Christen und Muslimen gleichermaßen gilt. Wir haben den gleichen Ursprung, dazu gehören auch die 3,6 Millionen friedliebenden Muslime in Deutschland.

Zunehmende Medienberichte in den letzten Tagen, Wochen und Monaten über den Terrorismus erzeugen in der Öffentlichkeit eine unterschwellige Angst vor dem Islam. In mancher Hinsicht vielleicht berechtigt, zumal viele Gräueltaten im Namen des Glaubens begangen wurden. Betrachtet man die Geschichte, so haben sich auch Christen im Namen des Glaubens jahrzehntelang bekämpft.

Doch die Muslime in Deutschland dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Muslime haben wie alle anderen religiösen Menschen in Deutschland einen berechtigten Anspruch auf Akzeptanz und Solidarität. Es kann nicht sein, dass das Islambild in Deutschland nur durch die verschwindend kleine Minderheit von Rechtspopulisten geprägt wird. Toleranz erfordert hier mehr gegenseitige Aufklärung und Offenheit.

Weltoffenheit und religiöse Freiheit sind schon immer Grundpfeiler liberaler Politik gewesen und gerade in der heutigen angespannten weltpolitischen Situation ist es wichtig, den Kommunikationsfaden zu intensivieren.

Mit dem Besuch der Bilal-Moschee setzen die Liberalen Frauen ihre erfolgreiche Reihe zur Erkundung religiöser Gebetsstätten fort, nachdem sie bereits im August 2015 die Aachener Synagoge besichtigt hatten. Man war sich einig, dass dieser Besuch zum Verständnis für die islamische Kultur beitragen konnte. Mit dem Dialog konnten Vorurteile abgebaut und das Misstrauen gegen den Islam ein Stück überwunden werden. (Stefan Steins)

Liberale Frauen in der Bilal-Moschee

Liberale Frauen

Die nächste Mitgliederversammlung der Liberalen Frauen findet am Samstag, dem 12. November, von 12.30 - 15.30 Uhr, in den Räumlichkeiten der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Potsdam statt. Auf der Tagesordnung steht vor allem die Neuwahl des Bundesvorstandes.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet ein Strategieworkshop in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung über die künftige Positionierung der Liberalen Frauen statt. Geplant ist auch ein gemeinsames Abendprogramm. Wer über Nacht bleiben möchte, kann am nächsten Morgen per S-Bahn mit nach Berlin reisen und ab 11.00 Uhr am FDP-Freiheitskonvent teilnehmen.

Die Mitgliederversammlung ist eine Vollversammlung, jedes Mitglied der Liberalen Frauen ist also stimmberechtigt. Der Bundesvorstand würde sich freuen, wenn möglichst viele Mitglieder an dem Treffen teilnehmen würden.

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RWE-Logo

Eschweiler. Auf Einladung der FDP Eschweiler und der Liberalen Frauen im Kreisverband Aachen-Land konnten sich am Freitag, den 24. Juni 2016, etwa 20 Teilnehmer ein genaues Bild vom Braunkohletagebau Inden und den rekultivierten Indeauen direkt vor Ort machen.

Doch zuvor gab es im Besucherzentrum der RWE Power AG am Kraftwerk Weisweiler Wissenswertes von Herrn Eyll-Vetter zum Thema Braunkohle im Rheinischen Revier. Schnell wurde klar, welchen besonderen Stellenwert die Braunkohle für unsere Versorgungssicherheit hat. Mit Blick auf die Energiewende bleibe Braunkohle auch weiterhin die wichtigste Sicherheitssäule in der Stromversorgung, betonte der Bergbauingenieur in seinem Vortrag. Derzeit lagern noch 320 Millionen Tonnen Braunkohle im Tagebau Inden zwischen der A44 im Norden und der A4 im Süden, die bis zum Jahre 2030 für die Versorgung des Kraftwerks Weisweiler abgebaut werden. Damit bleibe die Braunkohle auch weiterhin eine zuverlässige Basis für die hiesige Energieversorgung. Auch die FDP, die mit Ulrich Göbbels im Braunkohleausschuss der Bezirksregierung Köln vertreten ist, ist der Überzeugung, dass die Stromerzeugung aus fossilen Quellen zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit und einer wirtschaftlichen Energieversorgung auf absehbare Zeit unverzichtbar ist. Wer will schon ohne Strom dastehen, in der Nacht und bei Windstille?

Es folgte eine lebhafte Diskussion um die Arbeitsplätze rund um RWE, um die Sicherheit der Arbeitskräfte und natürlich über die Familien in Eschweiler, deren Zukunft bei einer vorzeitigen Schließung des Tagebaues nicht gesichert wäre.

Führer im Tagebau IndenAnschließend ging es im Mannschaftswagen unter der fachkundigen Führung von Herrn Schleiden in den Tagebau Inden. Die Kohleflöze sind dort bis zu 45 Meter mächtig und liegen bis zu 230 Meter tief unter der Erdoberfläche. Mit gewaltigen Schaufelradbaggern – von unten wirken die Menschen wie Zwerge vor dem Riesen- werden jährlich rund 19 Millionen Tonnen Braunkohle für das Kraftwerk Weisweiler gefördert. Auf 45 kilometerlangen Förderbändern wird die gewonnene Braunkohle in das nahegelegene Kraftwerk befördert und der Abraum zu den Absetzern transportiert, die diesen auf der Verkippungsseite des Tagebaus wieder verteilen. Gerade einmal vier Mitarbeiter braucht es, um dank modernster Elektro- und GPS-Technik mittels Joystick einen Schaufelradbagger mit einem Gewicht von 8.000 Tonnen und 11.000 PS Leistung zu steuern. Interessant waren auch die Begrünungen im Tagebau und an den Kohlebändern, die nur dem Staubschutz dienen.

Der zweite Teil der Besichtigungstour führte die Besucher unter der Leitung von Lutz Jünemann von den rekultivierten Indeauen des Tagebaus bis zum Aussichtspunkt nahe Schophoven. Der ursprünglich fünf Kilometer geradlinige Verlauf der Inde durch den Tagebau wurde mit dem Bau eines neuen Flussbetts von Lamersdorf bis Kirchberg über zwölf Kilometer um den Tagebau herum durch eine neue Aue geführt, einem Naherholungsgebiet mit Brücken, langen Wanderwegen undartenreicher Vegetation – ein Plus für Eschweiler. Das wichtigste Projekt im Rahmen der Rekultivierung ist der Restsee Inden, der am Ende der Braunkohleära mit seinen elf Quadratkilometern Wasserfläche einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Zukunft unserer Region darstellen wird.
Entgegen der Meinung der Aktivisten gegen die Braunkohle entstehen hier Landschaftszüge, die es vorher so nicht gegeben hat, der Blausteinsee, die Sophienhöhe mit vielen Attraktionen und einem Weitblick über dem ehemals flachen Gelände und in Zukunft dem großen Restsee, der eine ganz andere Art von Arbeitsplätzen schaffen wird.
Wenn aber der Strompreis weiter so niedrig für die Hersteller bleibt, könnte schnell die Rekultivierung ins Stocken geraten und eine Mondlandschaft übrig bleiben. Hoffen wir auf eine vernünftige und nicht ideologische Lösung.

Christian Braune, Vorsitzender der Eschweiler Liberalen und Dagmar Göbbels von den Liberalen Frauen des Kreises Aachen-Land, bedankten sich am Ende der etwa dreistündigen Veranstaltung bei Herrn Jünemann im Namen aller Teilnehmer für interessante Informationen und eine lehrreiche Führung, die trotz der unbeständigen Wetterlage ohne Regen stattfinden konnte.

Besuchergruppe im Tagebau Inden

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Kreishandwerkerschaft

Städteregion Aachen. Frauen und Handwerk – passt das? Sind Handwerksbetriebe bereit, Mädchen auszubilden? Und: Wollen junge Frauen eigentlich einen Handwerksberuf erlernen? Darüber diskutierten die Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land jetzt mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen, Ludwig Voß.

„Absolute Unkenntnis über Handwerksberufe“ herrsche bei Mädchen, ist Dagmar Göbbels überzeugt. Und es gebe Vorurteile wie „Die nehmen doch gar keine Mädchen“, oder es mangele an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wie Äußerungen wie „Jungs können das Technische besser“ zeigten. Göbbels, Kreisvorsitzende der Liberalen Frauen, weiß, wovon sie spricht, hat sie doch 40 Jahre an einem Berufskolleg gearbeitet. Sie ist überzeugt, dass das Handwerk davon profitieren würde, gingen die Betriebe stärker als bisher auf Mädchen zu.

Frauen zugast bei der KreishandwerkerschaftDie Bereitschaft, junge Frauen auszubilden, habe in den letzten Jahren durchaus zugenommen, betonte Ludwig Voß. Er räumte allerdings ein, dass es immer noch Betriebe gebe, die nur junge Männer ausbildeten und beschäftigten. Aber das würden immer weniger. Ob da wohl der drohende Fachkräftemangel eine Rolle spielt? „Möglich“, meint Voß. Vielleicht liege es aber auch daran, dass es mittlerweile auch in klassischen Männerberufen vereinzelt Meisterinnen gebe und Frauen, die erfolgreich den eigenen Betrieb führten. Das gelte etwa für die Berufe Fliesenleger, Zimmerer, Elektriker oder Dachdecker. „Es sind immer noch deutlich weniger als in gestaltenden Handwerksberufen – bei den Buchbindern sind 80 Prozent der Beschäftigten Frauen und weit über 60 Prozent der Meister weiblich.“ Aber jedes Jahr entscheiden sich laut Voß mehr junge Frauen für eine Ausbildung im Handwerk. „Große Kfz-Betriebe etwa bilden gerne Mädchen aus und setzen sie in der Kundenberatung ein.“

Gute Mitarbeiter wichtig

Grundsätzlich, unterstrich Voß, gelte auch im Handwerk: „Auf gute Mitarbeiter verzichtet keiner gerne.“ Und so stellten sich Handwerksbetriebe darauf ein, dass ihre Beschäftigten – Männer wie Frauen – Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen. „Große Betriebe können das natürlich besser als kleine“, sagte er. In kleineren Firmen müsse man dafür mehr darauf achten, ein Team zu haben, das funktioniert.

Am Ende der lebhaften Diskussion waren sich die liberalen Frauen und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft einig: Frauen und Handwerk – das passt. Sie müssen aber noch besser zueinander finden.

von Jutta Geese
Aachener Zeitung, 18.05.2016

Frauen zugast bei der Kreishandwerkerschaft

Liberale Frauen Aachen-LandFrauen in Führungspositionen, mehr Frauen in gehobenen Stellungen – kontrovers diskutiert, oftmals ein Wunschdenken.
Im Handwerk scheint dieses Problem geringer zu sein. Töchter übernehmen den väterlichen Betrieb, Ehefrauen müssen ihren „Mann“ stehen im eigenen Betrieb. Meisterinnen in männerdominierten Berufen sind keine Seltenheit.

Warum funktioniert es im Handwerk und in der restlichen Gesellschaft nur bedingt?
Warum haben Frauen Erfolg im Handwerk?

Dieser Frage wollen die Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land zusammen mit Herrn Kreishandwerksmeister Herbert May und Herrn Ludwig Voss, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen, sowie weiteren Gästen am Montag, dem 2. Mai 2019, um 19 Uhr im großen Sitzungssaal der Kreishandwerkerschaft Aachen diskutieren.

Die Einladung hängt dieser Meldung an. Gäste sind herzlich willkommen. Um Anmeldung wird gebeten.

Liberale Frauen NRW(Aachener Zeitung vom 18.12.2015 | Bericht und Gruppenfoto: Jacqueline Winkler | Foto Samira Patzer-Ismallova: Stefan Steins)

Eschweiler. Im Haus Kambach wurde es politisch. Der Landesverband NRW der Liberalen Frauen hatte dort ihre Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahlen.

Nach einer kurzen Begrüßung der Vorsitzenden Petra Müller, ergriff zunächst Dr. Werner Pfeil das Wort und lobte die Vorsitzende für die engagierte Arbeit der Liberalen Frauen. Er sagte auch, dass die Frauen auf einem guten Weg in der Städteregion und im Land NRW sind.

Petra Müller betonte am Anfang ihres Berichts, dass sie sich auf diese Mitgliederversammlung immer besonders freue, denn es sei „fast wie ein Familientreffen. Ein Zeichen guter und harmonischer Zusammenarbeit. Schwestern im Geiste ist da mein Stichwort“. Im vergangenen dreiviertel Jahr hatten die Frauen viel zutun, denn viele Veranstaltungen standen auf der Tagesordnung. Darunter waren zum Beispiel: Die Besichtigung des Internationalen Begegnungszentrums Friedenshaus in Bielefeld und Themenabende. Petra Müller selbst war in Moskau, um dort die Camoc zu besuchen und einen Vortrag im Bereich Stadtentwicklung und Migration zu halten. Des Weiteren besuchten die Frauen die Aachener Synagoge und informierten Interessenten beim Neumitgliederkongress.

Ein wichtiger Termin für die Liberalen Frauen war die Wahl der neuen Bundesvorsitzenden in Hannover. Mit den zahlreichen Veranstaltungen zeigt sich, wie aktiv die Bezirke und der Landesverband sind. Ein wichtiges Anliegen sei die EU-weite Einführung der Frauenquote. „Die Quote ist ein großer Schritt für die Gleichberechtigung von Frauen in der Praxis gewesen“, sagte Müller. Auch wenn sie kein Freund von staatlichen Regelungen sei, stehe dieses Thema auf der Agenda, da bis jetzt noch nicht viel passiert und diese Aufgabe noch nicht zu Ende gebracht sei. Zudem kündigte sie an, dass in ihrem Heimatbezirk Aachen schon einige Veranstaltungen geplant seien, die im Zusammenhang mit zwei wichtigen Schwerpunkten der Frauen stünden. Zunächst wollen sie die englische Privatschule besuchen, denn eines der politischen Schwerpunkte ist die Bildung. Außerdem haben sie bei ihrer Weihnachtsfeier einen Vortrag mit dem Schwerpunkt Armut. Dabei wollen sie sich insbesondere auf die Altersarmut konzentrieren. Die liberalen Frauen bearbeiten die Themen: Mittelstand und Wirtschaft, sowie Soziales und Frauenpolitik.

Ein heikleres Thema sprach die Vorsitzende zuletzt an. Die Frauen diskutierten heftig darüber, ob die anhaltende Flüchtlingsdebatte andere Themen zu sehr verdrängt. Sie wollten „eine verantwortliche, humanitäre und geordnete Flüchtlingspolitik“, so Petra Müller. Außerdem machte sie deutlich, dass man Konzepte und Antworten zu Inklusion, Migration und der Stadtentwicklung benötigt, damit man weiter mit den Flüchtlingsströmen arbeiten und umgehen kann.

Landesvorstand der Liberalen Frauen NRW

Armut und Lohngerechtigkeit

Aber auch der Terror in Paris ist natürlich ein Thema. Die Liberalen wollen sich künftig für eine bessere Aufstellung der Sicherheitsbehörden – personell und materiell – bemühen, sowie wollen sie die Massenspeicherung aller Telekommunikationsdaten verhindern.
Altersarmut, Lohngerechtigkeit, Familie und Beruf und die ökologische Nachhaltigkeit nannte Petra Müller als wichtige und zukünftige Themen, mit denen sich die Liberalen Frauen breit positionieren könnten und somit auch in der Gesellschaft wahrgenommen würden. „Wir Liberale haben eine wichtige Botschaft für unser Land und deshalb werden wir auch erfolgreich sein“, mit diesen Worten beendete die Vorsitzende ihre Rede.

Nachdem der Bericht der Schatzmeisterin beendet war, konnte der Vorstand entlastet werden und die Vorstandsneuwahlen konnten beginnen. Als Landesvorsitzende wurde wieder Petra Müller gewählt, ihre gleichberechtigten Stellvertreterinnen sind Heike Schaumann und Helga Daub. Schatzmeisterin wurde Marianne Schröder, Schriftführerin Petra Prigge und als Beisitzerinnen wurden gewählt: Doris Weßels, Dagmar Göbbels, Martina Hannen und Annette Wittmütz. Zwischen dem Wahlgang hielt Samira Patzer-Ismallova einen Vortrag über: „Flüchtlinge. Frauen im Spannungsfeld zwischen Islam und der Samira Patzer-Ismallovawestlichen Welt-Transformation“.

Vorzeigefrau aus Aserbaidschan

Samira Patzer-Ismallova ist in Aserbaidschan geboren und in vielen europäischen Gremien tätig. Sie sagte, dass wir in einer Welt der Veränderungen und Globalisierung leben und dass das unseren Alltag prägt. Auch die Frau im Islam ist in diesem Zusammenhang ein viel diskutiertes Thema. Als westlich orientiertes Land sorgte die Regierung Aserbaidschans dafür, dass Frauen ihre Schleier ablegen.

Diese Gleichberechtigung macht sich auch im Mitspracherecht der Frauen bemerkbar. So hatte die Regierung noch vor den USA oder den Niederlanden die Wahlberechtigung für die Frauen eingeführt. Dennoch sagte Samira Patzer-Ismallova, dass die Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft ein ewiges Thema bleibe. Auch sie sprach das Thema Flüchtlinge an. So sei es beispielsweise notwendig, dass man den Männern bewusst mache, dass Frauen in Deutschland Freiheiten hätten.

Es war ein Thema, das auch im anschließenden geselligen Teil noch in Gesprächen unter den Liberalen Frauen nachhallte.

 

Retaurant Pinocchio

Der Kreisverband Aachen-Land lädt alle Mitglieder und Interessierte zu seiner Weihnachtsfeier ein. Sie findet am 02.12.2015, ab 19 Uhr im Restaurant Pinocchio, Rathausstraße 53 in 52477 Alsdorf statt.

Zugast wird Claudia Schmitz, Leiterin der Verbraucherzentrale Alsdorf, sein. Sie wird mit den Anwesenden über Armut, besonders Kinderarmut und die Schuldenfalle diskutieren und dabei aus ihrem großen Erfahrungsschatz berichten. Dieses Thema ist aktuell, wird aber auch sehr emotional geführt.

Dagmar Göbbels, Vorsitzende der Liberalen Frauen Kreisvrband Aachen-Land bittet um Anmeldung bis zum 28.11.2015 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Einladung Verbraucherschutz-VeranstaltungEschweiler. Zu einer kombinierten Veranstaltung zu den Themen „TTIP und Verbraucherpolitik“ hatte die FDP Eschweiler im Namen des FDP-Kreisverbands Aachen-Land, der Liberalen Frauen im Kreisverband Aachen-Land und Bezirksverband Aachen am 12. November 2015 nach Eschweiler in den Talbahnhof eingeladen. Als prominente Gastrednerin konnte Gesine Meißner, Mitglied des Europäischen Parlaments, gewonnen werden, die zugleich auch Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen und Sprecherin der ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) im Verkehrs- und Transportausschuß sowie Mitglied im Umweltausschuss ist.

Mündiger Verbraucher

Der erste Teil des Abends, durch den der Vorsitzende der FDP Eschweiler, Christian Braune, als Moderator leitete, befasste sich mit dem Thema Verbraucherpolitik. Hier diskutierte die Europaabgeordnete mit Claudia Schmitz, Leiterin der Verbraucherzentrale in Alsdorf. Schon in Ihren Eingangsstatements, die der Klärung des Begriffes „mündiger Verbraucher“ galten, stellten beide Fachfrauen klar, dass das Wort „mündig“ Information und Interesse des Verbrauchers an den jeweiligen Themen voraussetze. Jedoch werde dies in Zeiten des Internets nicht etwa einfacher, sondern zunehmend schwieriger, da die Industrie häufig mit Informationen und Schlagworten werbe, die der Verbraucher gar nicht bewerten oder beurteilen könne.

Gesine Meißner machte deutlich, warum sie gegen eine Einführung der Ampel auf Nahrungsmitteln gestimmt habe. „Stellen Sie sich vor, dass deutsches Schwarzbrot eine rote Ampel erhalten würde, weil es 1,2 Prozent Salz enthält, während industriell gefertigtes Weißbrot eine grüne Ampel bekäme“. Die Bewertungskriterien würden nicht immer den Verbraucherinteressen und -informationen gerecht. Dem stimmte dann auch Claudia Schmitz zu, die sich gegen eine Überregulierung durch Gesetze und Vorgaben aussprach: „Letztlich möchte ich selber entscheiden, wann ich was esse – und das darf auch schon einmal ungesund sein.“ Gegen Currywurst mit Pommes habe sie durchaus auch nichts einzuwenden, aber bitte nicht täglich.

Für die Verbraucherzentralen in NRW liegt ein wichtiger Schwerpunkt im Bereich der neuen Medien und des Internets. „Das nimmt bei uns mittlerweile 50 Prozent des Tagesumfanges der Beratungsleistung ein“, erklärte Claudia Schmitz und erläuterte auf Nachfrage, dass dies für alle Altersgruppen gelten würde. Gesine Meißner erläuterte das aktuelle Gesetzgebungsverfahren in der EU und bedauerte in diesem Kontext, dass die Politik stets den Entwicklungen nachlaufen würde, weil das Gesetzgebungsverfahren nicht einfach sei und auch nationale Parlamente und Befindlichkeiten zu berücksichtigen und im Vorfeld auszuräumen seien.

Natürlich durfte in einer Diskussion zum Thema Europäische Gesetzgebung das Thema Lobbyismus nicht fehlen. Gesine Meißner sprach sich hier sehr klar und deutlich dafür aus, Lobbyismus nicht generell zu verdammen. Lobbyisten gäbe es schließlich nicht nur auf Seiten von Wirtschaft und Industrie, sondern auch zunehmend bei den Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherverbänden und NGOs (Nichtregierungsorganisationen). „Oder wollen Sie deren Arbeit nicht auch als Lobbyarbeit bezeichnen?“ fragte sie in das kritische Publikum. Die Europapolitikerin stellte klar, dass sie erst durch die Informationen, die sie durch Organisationen erhalte und die jeder Politiker sehr wohl als Lobbyarbeit zu bewerten wisse, eine Entscheidung in Abwägung der Pros und Cons möglich werde – schließlich sei kein Politiker in allen Bereichen Fachmann oder Fachfrau.

Gesine Meißner, Christian Braune, Claudia Schmitz

Im zweiten Teil des Abends stellte sich Gesine Meißner den Fragen der rund 50 anwesenden Bürgerinnen und Bürger zum Thema TTIP.

Ein wesentlicher Kritikpunkt der Anwesenden bezog sich auf die mangelnde Aufklärung der Bürger zu Inhalt, Stand und Umfang der TTIP-Verhandlungen. Gesine Meißner nahm sich viel Zeit, die Abläufe der Verhandlungen und die nunmehr einsetzenden Informationskampagnen für Bürger und Europaabgeordnete zu erläutern. Die schlechte Kommunikation und Information der Bürger zu Beginn der Verhandlungen kritisierte sie ebenfalls, „aber Sie sehen, meine Damen und Herren, dass Kritik seitens der Bürger aufgenommen wird“ und dass die jetzt zuständige liberale Kommissarin Cecilia Malmström seit Übernahme der Verantwortung hier auf Offenheit und Information setze – das sei Politik der Liberalen auch in Europa.

Derzeit gäbe es noch intensive Verhandlungen zwischen den USA und Europa, weshalb zur Zeit noch keine fertigen Texte verfügbar seien. Verhandlungspositionen hätten zu Beginn nicht in der breiten Öffentlichkeit kommuniziert werden können. Das sei bei Verträgen, die letztendlich ja auf beiden Seiten mit Maximalpositionen begännen, auch nicht sinnvoll. Am meisten aber ärgere sie sich über Falschinformationen, die von Gegnern des Freihandelsabkommens bewusst gestreute würden. Sie warb vielmehr für eine Versachlichung der Diskussion. Bestimmte Bereiche des Lebens seien auch komplett aus dem Vertrag herausgenommen worden – so z.B. sämtliche Angelegenheiten, die Gesundheit und Soziales betreffen.

Das sogenannte „gläserne Büro“ in Brüssel, in welchem EU-Abgeordnete alle Unterlagen der Verhandlungen zwar einsehen dürfen, es aber strikt untersagt sei, sich Notizen zu machen, Fotokopien anzufertigen oder Teile daraus zu fotografieren sei sicherlich schwierig vom Bürger zu verstehen. Leider hätten solche Vorkehrungen aber letztlich diejenigen Politiker zu verantworten, die die Geheimhaltungsvorschriften verletzt haben. Das bedauerte Gesine Meißner außerordentlich, erläuterte aber, dass aufgrund der öffentlichen Diskussion mittlerweile mehr und mehr Dokumente im gesicherten Teil des Intranet für die EU-Abgeordneten bereitgestellt würden. Letztlich sei das Abkommen aber noch nicht ausverhandelt und deshalb auch nicht abstimmungsreif.

Ein zweiter wichtiger Punkt in der Diskussion betraf die Gerichtsbarkeit. Hier wurde seitens der Fragesteller von einer intransparenten Parallelgerichtsbarkeit gesprochen. Gesine Meißner unterstrich, dass es gerade mittelständische deutsche Unternehmen waren, die die Forderung nach Schiedsgerichten aufgestellt und damit in Europa durchgesetzt hätten. Auch die EU sei durch ein Freihandelsabkommen entstanden und heute seien Schiedsgerichtsprozesse innerhalb der EU üblich.

Weiter beobachten

Gesine Meißner forderte alle Bürger dazu auf, die Verhandlungen weiterhin kritisch zu beobachten und über die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten Einfluß zu nehmen. Sie bewerte TTIP im Wesentlichen positiv, aber natürlich müsse in den Verhandlungen noch vieles ausgehandelt werden. Im Großen und Ganzen sei eine Mehrheit der Europäer für TTIP. Doch werde sie von Abgeordneten anderer Länder häufig gefragt, warum das Abkommen in Deutschland negativ diskutiert werde. So gehe ein Riss auch durch die Fraktion der Sozialdemokraten in Europa, wo Martin Schulz zu den Kritikern gehöre, der Vorsitzende des wichtigen Ausschusses für internationalen Handel, Bernd Lange von der SPD Hannover sich dagegen dafür ausspreche.

Als die Veranstaltung gegen 21:00 Uhr endete, blieben trotz intensiver Diskussionsbeitrage über das Thema TTIP noch viele Fragen der Besucher offen. Klarheit wird es definitiv erst dann geben, wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind und die Ergebnisse zur Abstimmung stehen. Die Organisatoren der Veranstaltung, Petra Prigge und Christian Braune von der FDP Eschweiler, versprachen den Bürgern nach der Veranstaltungen, das Thema auch weiterhin zu verfolgen.

Gesine Meißner, Christian Braune, Dr. Werner Pfeil und Dagmar Göbbels

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ScanCode www.fdp-eschweiler.deGesine Meißner, Mitglied des Europäischen Parlaments und Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen, ist am 12.11. ab 19 Uhr zugast im Eschweiler Talbahnhof.

Im ersten Teil der Veranstaltung diskutiert sie über "schlanke Verbraucherpolitik für mündige Bürger" mit der Leiterin der Verbraucherzentrale Alsdorf, Claudia Schmitz.
In der zweiten Stunden dreht sich alles um TTIP. Hierzu können noch bis zum 09.11. (12 Uhr) an die Eschweiler Zeitung Fragen eingereicht werden.

Veranstalter sind neben den Liberalen Frauen Kreisverband Aachen-Land und Bezirksverband Aachen noch die FDP Stadtverband Eschweiler, Kreisverband Aachen-Land und Bezirksverband Aachen.

Informationen zum Veranstaltungsort gibt es hier.

Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Einladung mündiger Verbraucher

Petra Müller in MoskauDer Leiter der Moskauer Filiale der Friedrich-Naumann-Stiftung, Julius Freytag-Loringhoven, dankt Petra Müller für ihren Beitrag zum Dialog mit Russland im Bereich Stadtentwicklung und Migration.

Moskau. Das Moskauer Büro der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit (Фонд Фридриха Науманнаs) spricht Petra Müller ganz besonderen Dank aus für ihre Rede- und Diskussionsbeiträge über Migration, kulturelle Integration und Stadtentwicklung auf der 10. Jahrestagung der CAMOC (The International Committee for the Collections and Activities of Museums of Cities) im Museum of Moscow, das dort vom 2. bis 4. September 2015 stattfand. Petra Müller, die Landesvorsitzende der Liberalen Fauen NRW und ehemalige Vorsitzende des Deutschen Bundestages für den Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, entwickelt als Architektin zur Zeit Wohnraum für Flüchtlinge in Deutschland.

Fotos zum Besuch auf der CAMOC 2015 gibt es hier!

mehr zum Thema
Memory and Migration - The CAMOC Annual Conference, Moscow, 2-4 September 2015
International Council of Museums - Conferences in Moscow 2015
Julius Freytag-Loringhoven auf Facebook

Synagoge AachenAachen. Mitglieder der LIBERALEN FRAUEN des Kreisverbandes Aachen-Land und interessierte Gäste besuchten am Donnerstag, den 20. August 2015, die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Aachen. Selbstverständlich durfte auch die männliche Fraktion an der Veranstaltung teilnehmen. Dieser Besuch stellt den Auftakt einer Reihe von Informationsveranstaltungen dar, mit denen die Frauen vor Ort künftig auch abweichende Lebens- und Denkweisen erfahren und Erkenntnisse daraus diskutieren wollen.

Schon der erste Eindruck beim Betreten der Synagoge vermittelte Helligkeit, Licht und Offenheit. Dieses Empfinden verstärkte Rabbiner Mordechai Bohrer mit seinen lebhaften Ausführungen über das Judentum, den Stellenwert der Synagoge sowie seinen Aufgaben als Rabbiner in der jüdischen Gemeinde Aachen.

Alles begann mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem, dem Zentrum und Mittelpunkt der Juden. Sollte dieser Tempel an seinem ursprünglichen Platz in Jerusalem je wieder aufgebaut werden, wären die Synagogen überflüssig, so die Aussage des Rabbiners. Ebenso erstaunlich seine Erklärung, die „Tora“, also die fünf Bücher Mose, sei unantastbar, ähnlich dem Alten Testament. Der „Talmud“ dagegen sei variabel und der Zeit angepasst. Er beschreibe vielmehr, wie die Regeln der Tora in der Praxis und im Alltag von den Rabbinern verstanden und im jüdischen Glauben ausgelegt werden.

So zeugen viele seiner Aussagen, z.B. zur Rolle der Frau, zu Eheschließung, aber auch zu dem Wunsch vieler Juden, nach Israel zurückzukehren wie auch zu alltäglichen Belangen von einer liberalen Grundeinstellung. Neben den sogenannten liberalen und konservativen Juden gibt es noch die orthodoxen Juden, die ihr Leben ganz streng nach der Lehre der Tora gestalten und auch äußerlich dementsprechend in der Öffentlichkeit auffallen.

Zusammenfassend kann der Besuch der Synagoge als sehr lehrreich und unterhaltsam bezeichnet werden. Sicherlich wird der ein oder andere Teilnehmer der Einladung des Rabbiners folgen und als Gast einem jüdischen Gottesdienst beiwohnen.

(Organisation und Bericht von Dagmar Göbbels, Vorsitzende des Kreisverbandes der LIBERALEN FRAUEN Aachen-Land, Fotos von Stefan Steins)

Fotos zum Besuch der Synagoge gibt es hier!
Den Artikel in der Aachener Zeitung findet man hier!

Synagogenbesuch Aachen

Liberale Frauen Aachen-LandEschweiler. „Das hat es in der Geschichte der FDP noch nicht gegeben und darauf bin ich als Bezirksvorsitzende besonders stolz“, meinte Petra Müller (r.), Landesvorsitzende der Liberalen Frauen in Nordrhein-Westfalen

Am Donnerstagabend trafen sich die Liberalen Frauen aus der Region, um den Kreisverband Aachen-Land zu gründen. Die Indestädterin Dagmar Göbbels (5. v.l.) wurde zur Kreisvorsitzenden gewählt. Ihr zur Seite steht Ruth Ebeling (Stolberg) als Stellvertreterin. Doris Weßels (Eschweiler) wurde zur Schriftführerin gewählt. Schatzmeisterin ist die Indestädterin Marion Sebbesse. Beisitzerinnen sind Petra Prigge, Marion Neugebauer, Peggy Kohlhaas und Manuela Neumann. Nach der Wahl erklärte Göbbels, warum die Gründung wichtig sei: „Wir sind hier im Kreisverband viel flexibler.“

Diese Auffassung teilte auch Müller, die die Frauen vor der Wahl über die Arbeit der Partei im Bundes- und Landesvorstand informierte. „Im Kreisverband werden die Kräfte gebündelt und man kann schneller arbeiten. Außerdem müssen die Frauen keine weiten Strecken zurück legen, um zur Vorstandssitzung zu kommen“, sagte Müller. Vor der Wahl des Kreisvorstandes, wählten die Frauen auch den Bezirksvorstand und bestätigten die Vorsitzende Petra Müller in ihrem Amt. Unterstützt wird sie von ihren beiden Stellvertreterinnen Dagmar Göbbels und Ruth Ebeling. Doris Weßels wurde zur Schriftführerin gewählt, Schatzmeisterin ist Marion Sebbesse. Petra Prigge und Peggy Kohlhaas sind Beisitzerinnen.

Nach den Wahlen hörten die Frauen einen Gastvortrag von Gabi Brettnacher. Die ehemalige Leiterin des Jugendamtes der Stadt Eschweiler, die vor knapp sechs Wochen pensioniert wurde, berichtete von ihrer Arbeit. Die Anwesenden hatten viele Fragen und so entstand im Bistro de Ville eine interessante Diskussion rund um die Themen Altersarmut und Betreuungsgeld.

Eschweiler Zeitung, 02.12.2014 | Foto unten: Sonja Essers

Vorstand Kreisverband Aachen Land und Landesvorsitzende Petra Müller

Liberale Frauen NRWDie Landesvorsitzende der LIBERALEN FRAUEN NRW, Petra Müller, lädt alle interessierten Frauen zur Gründungsversammlung der Liberalen Frauen Kreisverband Aachen ein. Sie Versammlung findet am Donnerstag, dem 27. November 2014 ab 18 Uhr im Bistro de Ville, Raum Mona Lisa, Dürener Str. 5, 52249 Eschweiler statt. Zwischen den Tagesordnungspunkten gibt es einen Gastvortrag von Gabi Brettnacher, die bis September noch Leiterin des Jugendamtes Eschweiler war und nun im Ruhestand ist.

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